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Monatsarchiv für Juni 2009

2ter Platz beim NUK – Business Plan Wettbewerb

Donnerstag, den 25. Juni 2009

Am vergangenen Dienstag (23.06.09) sind wir ohne große Erwartungen ins Kölner Wallraf-Richartz-Museum zur Abschlussveranstaltung des NUK Business Plan Wettbewerbs (wir berichteten bereits zuvor: NUK kührt Verkehrsmittelvergleich) gereist.

Es ging in die letzte Runde, und wir haben tatsächlich mit VerkehrsmittelVergleich.de den zweiten Platz ergattert! Vielen Dank dafür an alle Juroren und abermals an alle, die uns unterstützt haben. Glückwünsche an dieser Stelle auch an VAWTix aus Aachen, die den ersten Platzt belegten.

Hier gibt es noch einmal das Profil von Verkehrsmittelvergleich.de mit Begründung der NUK-Jury. Als kleinen Eindruck von der Veranstaltung noch ein kleines Foto (Wir sind vorn rechts)

NUK Business Plan Wettbewerb

NUK Business Plan Wettbewerb Quelle: NUK

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Gründertagebuch Teil 2: Ein nervenaufreibendes Meeting bei der Deutschen Bahn…

Freitag, den 19. Juni 2009

Wir schreiben das Jahr 2007, es ist Dienstag, der 30. September und wie vor jedem großen Tag war auch heute von einer Sache beileibe kein Mangel: Stress! Es war der Tag vor unserem ersten Meeting mit den zuständigen Bereichsleitern der Deutschen Bahn AG, ohne deren Kooperation das Projekt praktisch noch auf dem Reißbrett eines frühen Todes gestorben wäre.

Das größte Problem heute hieß für uns in diesem Fall schlicht Dummy. So nennt man zu reinen Präsentationszwecken mit der heißen Nadel gestrickte „Prototypen“. Dieser Dummy soll einen Vorgeschmack auf unsere zukünftige Webseite geben und eine Eingabe simulieren. Ein bisschen wie ein Plakat am Rand einer Großbaustelle, auf dem man heute schon die hier später stehenden Prunkbauten erkennen kann. Und wie sollte es anders sein? Das Ding war einfach nicht zum Laufen zu kriegen! Der Tag der Wahrheit war gekommen! Es war der 30. September 2007 und 4 Stunden vor Beginn der Präsentation war der Dummy dannn endlich fertig und wir konnten starten.

Jetzt hieß es Sitzfleisch beweisen, nach knapp 3 Stunden Autofahrt war es nun endlich soweit.

Beide Gründer anwesend? Check.
Krawatten passen zum Jackett? Check.
Präsentation sitzt, Materialien alle dabei? Check.
Die richtige Strasse und Hausnummer –in der richtigen Stadt? Check.
Pünktlich zum Termin da: Che… Moment mal.

Wir waren eine halbe Stunde zu früh dran. Aber natürlich besser zu früh als zu spät! Nach 28 Minuten Gaumenfreuden erkundigte sich Veit kauend nach der Uhrzeit…dann hieß es rennen!

Nach einem rekordverdächtigen Spurt machten wir Bekanntschaft mit dem Pförtner, der früher einmal Türsteher gewesen sein muss: „Entschuldigen Sie bitte, wer sind Sie genau? Und Sie sind sicher, dass Sie einen Termin haben? Dass kann unmöglich sein, davon wäre ich in Kenntnis gesetzt worden.“

Totenstille … Hatten wir uns etwa im Datum geirrt? War die Adresse auch richtig? Der Pförtner wollte uns gerade abwimmeln als eine weibliche Stimme hinter ihm ertönte: „ Grassmann…Blumschein?… Kommen sie rein, sie werden bereits erwartet.“

Mit viel Glück und ein bisschen Vitamin B hatten wir es tatsächlich geschafft: Zwei frischgebackene Gründer aus Aachen im Hauptquartier des größten deutschen „Mobilitätsdienstleisters“ und ganze 2 Stunden Zeit, ihnen unser Projekt zu präsentieren.

Nach dem Austausch der üblichen Höflichkeiten sollte nun Tacheles geredet werden…leider gab der Beamer unseren in langen Arbeitsstunden kreierten Dummy nur etwas verwaschen und lediglich in 16 Faren wieder. Das war dann der Grund, warum sich alle Anwesenden ohne Murren lieber die gesamten 120 Minuten über dem Laptop-Monitor die Hälse verrenkten.

Das wirklich kuriose aber ist: Es hat trotzdem funktioniert, wir haben grünes Licht für unser Projekt bekommen!

Und die Moral des Ganzen? Was auch immer schief gehen mag, mit einer machbaren Idee im Gepäck darf man sich niemals aufhalten lassen. In diesem Besprechungsraum der Deutschen Bahn ist heute aus einer „harmlosen Idee über Pizza und Bier“ ein ernst zu nehmendes Startup geworden.

Genau das sind die Tage, die einem immer in Erinnerung bleiben werden und es werden wahrscheinlich nicht die letzten Tage dieser Art gewesen sein.

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Gründertagebuch…Kapitel 1: Über Pizza und Bier

Sonntag, den 7. Juni 2009

Mit dem Entschluß als wissenschaftliche Mitarbeiter Schrägstrich Dozenten am Gründerkolleg der RWTH Aachen anzufangen, war die Erwartung natürlich groß, eine geballte Ladung an Ideen und High-Tech, gegen die selbst „Google“ ein Kleinkind gewesen wäre anzutreffen. Es gab viele guten Ideen und unternehmensgründungswürdige Konzepte, aber das Verständnis für die Wichtigkeit der Kommunikation in den Markt war für die Technologiegründer oft ein großes Problem…

“Wie Business Plan? Markt? Kunde?…die Idee ist doch genial, die verkauft sich von selber!”

Tag ein Tag aus haben wir, Johnnes Grassmann, Veit Blumschein + Kollegen die RWTH Gründer gecoacht und in Sachen BWL ausgebildet. Immer in der Hoffnung, dass da ggf. doch mal einer dabei ist, mit dem man gemeinsam seine Technologie als Ausgründung vorantreiben kann. Leider/zum Glück ergab sich so eine Möglichkeit nie.

Nach dieser längeren Durststrecke war dann irgendwann im Rahmen eines verlängerten Betriebsausflugs die Idee geboren, selber mal die Klinke in die Hand zu nehmen. Klar, am Besten natürlich etwas, dass „der Markt“ schon lange gebraucht, aber noch nie bekommen hatte. Leichter gesagt als getan; was folgte, waren 2 Monate wöchentlicher Brainstorming-Sessions in 9-köpfiger Runde. Vom Unternehmensberater bis zum erfolgreichen Ex-Gründer war alles versammelt: Jeden Mittwoch 19:30 über Pizza und einem Kasten Bier wurde, ganz im Sinne des Brainstorming-Prinzips, jede noch so verrückte Idee ausgepackt und aufgeschrieben. Zu später Stunde machten wir selbst vor nicht-jugendfreiem oder gar gänzlich makaberem Ideenwerk nicht halt.

Zur der Idee www.verkehrsmittelvergleich.de ins Leben zu rufen kamen wir allerdings nur über Umwege…Wir wollten ja schließlich auch ab und an mal wieder zu Hause in Leipzig bzw. München vorbei schauen, und die regelmäßige Suche nach der besten Verbindung hat oft einige Nerven gekostet! Als sich dann auch noch Veit’s Vater bei einem Heimatbesuch lautstark über die beschwerliche Suche nach Spezial Angeboten beschwerte, wurde dadruch der Stein ins Rollen gebracht…

Beim nächsten kreativen Meeting wurde das Thema angesprochen, und eins wurde klar:

In Sachen verkehrsmittelübergreifenden Reisevergleich gab und gibt es in Deutschland noch großes Erleichterungs- und Vereinfachungspotential!

Das Grundkonzept kristallisierte sich schnell heraus, aber bis aus der harmlosen Idee über Pizza und Bier das sechsköpfige Startup entstand, welches Anfang 2009 unter dem Namen „VerkehrsmittelVergleich.de“ online ging, sollten noch einige Monate ins Land ziehen…

Es folgen Momentaufnahmen über zwei der wohl mit Abstand nervenaufreibendsten Tage aus diesen langen Monaten: Der Tag unseres ersten Meetings mit den zuständigen Bereichsleitern der Deutschen Bahn AG, ohne deren Kooperation das Projekt praktisch noch auf dem Reißbrett eines frühen Todes gestorben wäre…

Das gibt’s im zweiten Teil des Tagebuchs…

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