VerkehrsmittelVergleich.de - Schnell und günstig durch Deutschland


Monatsarchiv für August 2009

Drei von vier Autofahrern sitzen falsch

Freitag, den 28. August 2009

Eine aktuelle Untersuchung der Techniker Krankenkasse zeigt – drei von vier Deutsche sitzen  falsch im Auto. Die Folgen sind nicht nur Rückenschmerzen. In Unfallsituationen kann es dadurch zu unnötigen Gefahren kommen. Die häufigsten Fehler sind zu niedrig eingestellte Kopfstützen, eine zu tief gelegene Sitzhöhe oder eine Rückenlehne, die zu weit nach hinten neigt. Die wenigsten Autofahrer machen sich Gedanken über die optimale Sitzposition. Obwohl die modernen Fahrzeuge immer bessere und vielfältigere Möglichkeiten bieten, um die Sitze an den Körper anzupassen, machen die wenigsten davon Gebrauch.

Der ADAC hat in einem Crashtest untersucht, was bei einer falschen Sitzposition passieren kann. Die erschreckende Erkenntnis: Schon ein Aufprall mit nur 64 Stundenkilometern, kann zu lebensgefährlichen Verletzungen führen:

ADAC Crashtest

 

Drei Negativbeispiele zeigen die typischen Fehler bei der Wahl der Sitzposition.

Der Einhändige: Eine Hand am Lenkrad, die andere auf dem Oberschenkel – jedes plötzliche Ausweichmanöver wird dadurch zu einem unkalkulierbaren Risiko.

Der Klammerer: Der Fahrersitz ist viel zu nah an das Lenkrad geschoben – der Körper klebt förmlich am Lenkrad. Schnelle Ausweichmanöver werden unmöglich und die verkrampfte Haltung lassen den Körper ermüden. Außerdem kann bei einer Unfallsituation der Airbag zu schweren Schäden führen.

Der Lässige: Der Fahrersitz ist zu weit weg vom Lenkrad. Der Fahrer nimmt eine Art Liegeposition ein, wodurch der Rücken den stabilisierenden Kontakt zur Sitzlehne verliert. Auch hier werden schnelle Lenkmanöver fast unmöglich.

Zu den häufigsten Folgen zählen Rückenschmerzen. Rund 70 Prozent der Deutschen leiden mindestens einmal pro Jahr darunter. Die Ursachen sind zwar vielfältig, doch auch lange Autofahrten sind für den Körper belastend. Alleine das wenig dynamische Sitzverhalten, gepaart mit einer Anspannung beim Fahren, führt oft zu Verspannungen im Nacken- oder Lendenwirbelbereich. Selbst durch die richtige Sitzposition lassen sich Rückenprobleme auf Dauer nicht immer vermeiden – Eine deutliche Reduzierung ist aber gewiss. Vor allem die gesunde Kombination von richtiger Sitzposition und regelmäßigen Pausen mit Bewegung sorgen für eine schmerzfreie Autofahrt.

Die Techniker Krankenkasse hat Tipps für eine rückenschonende Fahrt zusammengetragen - die wichtigsten lauten:

  • Sitzhöhe so wählen, dass eine Rundumsicht möglich ist und sämtliche Instrumente abgelesen werden können.
  • Der optimale Neigungswinkel zwischen Rückenlehne und Sitzfläche liegt bei etwa 100 Grad.
  • Der Sitzabstand zu den Pedalen ist dann richtig gewählt, wenn die Kniegelenke auch bei durchgetretenen Pedalen noch leicht angewinkelt sind.
Share

Emissionshandel im Luftverkehr

Dienstag, den 25. August 2009

Emissionshandel lautet das Schlagwort einer umweltschonenderen Zukunft des Flugverkehrs: Der Ausgleich des selbst verschuldeten CO2-Ausstosses. In der heutigen globalisierten Welt ist die Verkehrsemission oft unvermeidbar. Eine schnelle und kostengünstige Verbindung von A nach B ist meist wichtiger als der Umweltschutz. Selbst bei Reisen innerhalb Deutschlands ist das Flugzeug oft das günstigste und schnellste Verkehrsmittel. Gut für die Fluggesellschaften – schlecht für den Klimaschutz. Denn Flugzeuge haben im Vergleich zu Auto und Bahn die größte CO2-Emission pro Kilometer. Eine einzige Flugzeugreise erzeugt 153 Prozent mehr CO2-Emission als eine vergleichbare Fahrt mit dem PKW.

Wer dennoch fliegen will oder muss, kann sich allerdings für den Klimaschutz einsetzen - durch einen Emissionshandel. Mit Hilfe sogenannter Emissionszertifikate kann der durch eigene Flugreisen verursachte CO2-Ausstoß neutralisiert werden. Das Internetportal von atmosfair.de bietet dazu sowohl eine Berechnung der individuellen CO2-Emissionen als auch die Emissionszertifikate an. Ein Blick in den Schadstoffrechner von atmosfair verdeutlicht die Emission pro Person und Flug (Für derartige innerdeutsche Flüge, bietet atmosfair Emissionszertifikate für 6,00 Euro an):

von Nürnberg nach Hamburg: 150 kg CO2

von Bremen nach München:  170 kg CO2

von Hannover nach Berlin: 60 kg CO2

Zum Vergleich zeigen drei Beispiele, wie groß der CO2-Ausstoß eines einzigen Kurzstreckenflüge tatsächlich ist:

Betrieb eines Kühlschranks für ein Jahr: 100 kg CO2

Jahresemission eines indischen Menschen: 900 kg CO2

Ein Jahr Autofahren (Mittelklassewagen 12 000 km): 2 000 kg CO2

Mit diesem Ausgleichshandel werden Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt finanziert. Wie zum Beispiel:

  • Solartechnik in Indien
  • Biogasanlagen in Thailand
  • Effiziente Brennholzkocher in Nigeria
  • Grüner Strom aus Ernteresten in Burkina Faso

Noch beruht der Emissionshandel im Luftverkehr auf freiwilliger Basis. Doch die Europäische Union (EU) hat 2008 eine Richtlinie verabschiedet, mit der ab 2012 alle Betreiber, deren Flugzeuge in der EU starten oder landen, am Emissionshandel teilnehmen müssen. Ausführliche Informationen zur Entwicklung der europäischen Richtlinie zum Emissionshandel hat das Bundesministerium für Verkehr zusammengestellt.

Die Allianz pro Schiene kritisiert in einer Pressemeldung allerdings genau diese Neuregelung der EU. So würde der Emissionshandel die herrschenden Abgaben-Nachteile des Schienenverkehrs noch weiter vergrößern. Eine massive Verkehrsverlagerung von der umweltfreundlicheren Schiene auf Straße und Flugzeug sei vorprogrammiert. Und in der Folge würde es zu dramatischen negativen Konsequenzen für die europäischen CO2-Ziele kommen.

Schließlich bleibt das Beste für die Umwelt: nicht fliegen und auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Einen ganz einfachen zeitlichen und finanziellen Vergleich zwischen den Verkehrsmitteln in Deutschland bietet natürlich VerkehrsmittelVergleich.de an. Zudem können auch CO2-Ausstöße von verschiedenen Verkehrsmitteln miteinander verglichen werden. Diese werden über ein Balkendiagramm dargestellt. Zukünftig sollen noch weitere diesbezügliche Filter- und Einstellmöglichkeiten folgen.

Share

Studie zur Mobilität in Deutschland

Samstag, den 22. August 2009
Quelle: MiD2008

Quelle: MiD2008

In der vergangenen Woche wurde die Studie zur Mobilität in Deutschland veröffentlicht. Ergebnis: Fahrrad und Bahn werden bei den Deutschen immer beliebter. Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums wurde das Verkehrsverhalten in Deutschland zwischen den Jahren 2002 und 2008 untersucht.

Die Mobilität in Deutschland ist auf einem hohen Niveau und das Verkehrsaufkommen steigt weiter an. Jeden Tag fahren oder gehen die Deutschen über 3,21 Milliarden Kilometer (2002: 3,04 Milliarden Kilometer). Das macht knapp 40 Kilometer; jeden Tag. Erstaunlich ist dabei, dass die meisten Wege nicht in der Mobilität für den Job, sondern in der Freizeit und zum Einkaufen zurückgelegt werden.

Insgesamt täglich 3,21 Milliarden Kilometer. Damit legen die Deutschen jeden Tag mehr als 21 Mal die Strecke zur Sonne zurück – oder umrunden 80 100 Mal die Erde.

Auch wenn das Auto und das Motorrad in Sachen Mobilität weiterhin den größten Anteil ausmachen, werden öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad immer häufiger benutzt. Wurden 2002 noch 9 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad absolviert, waren es 2008 schon 10 Prozent. Das sind täglich fünf Millionen Kilometer mehr per Rad. Die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind sogar um täglich 71 Millionen Kilometer gestiegen. Da diese Wege Strecken nicht mehr mit dem privaten PKW absolviert wurden, konnten hierdurch bereits knapp 10 000 Tonnen CO2 pro Tag eingespart werden.

Bemerkenswert ist auch, dass bei den 18- bis 24-Jährigen die Zahl der täglichen Autonutzer seit 2002 um 12 Prozent gesunken ist. Dafür ist die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in dieser Altersgruppe um 5 Prozent gestiegen. „Der Fetisch Auto steht bei den Jüngeren nicht mehr im Vordergrund“, sagte Robert Follmer vom infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH bei der Vorstellung der Studie.

Die Studie Mobilität in Deutschland 2008 wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Auftrag gegeben. 45 000 Haushalte wurden im vergangenen Jahr auf freiwilliger Basis überwiegend telefonisch zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten befragt. Mit der Erhebung, Ausführung und Auswertung war das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH zusammen mit dem Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. beauftragt.

Share

Mit der Bahn “Quer-durchs-Land”

Donnerstag, den 13. August 2009

Mit dem Quer-durchs-Land-Ticket hat die Deutsche Bahn am 03. August ein neues Sparangebot für den Nahverkehr gestartet. Einzelpersonen oder Reisegruppen mit bis zu fünf Personen können damit einen Tag lang durch ganz Deutschland fahren – für maximal 54 Euro. Mit dem Ticket sind Reisen mit S-Bahn, Regionalbahn (RB), Interregio-Express (IRE) und Regionalexpress (RE), nicht aber der Intercity (IC) oder Intercity-Express (ICE) möglich.

Die wichtigsten Eckdaten des Quer-durchs-Land-Tickets:

Kosten für eine Einzelperson: 34 Euro

Kosten für jeden weiteren von maximal vier Mitfahrern: jeweils 5 Euro (maximal 54 Euro)

Gültigkeit: einen Tag in ganz Deutschland (Montag bis Freitag von 09:00 Uhr morgens bis 03:00 Uhr nachts)

In allen Nahverkehrszügen der DB AG (S-Bahn, RB, IRE, RE) und in den HEX-Zügen in Sachsen-Anhalt in der zweiten Klasse

Unbegrenzt verfügbar bis zum 31. Januar 2010

Wichtig: Diese Preise gelten nur beim Kauf an Automaten. Im Internet fallen zusätzlich 3,50 Euro Versandkosten an und am Schalter kostet das Ticket zwei Euro mehr. Wer es genauer wissen will – Die Stiftung Warentest hat das Quer-durchs-Land-Ticket unter die Lupe genommen und einen Testbericht veröffentlicht.

Eine Gültigkeit von 9:00 Uhr bis 03:00 Uhr am Folgetag; das macht insgesamt 18 Stunden Fahrzeit. In 18 Stunden quer durchs Land – geht das überhaupt? JA! Zwei kleine Beispiele zeigen, dass die Zeit sowohl für eine Fahrt von Norden nach Süden, als auch von Westen nach Osten ausreicht:

München nach Flensburg — Fahrtdauer: 15 Stunden

Aachen nach Dresden — Fahrtdauer: 12 Stunden

Wie weit Reisende an einem Tag kommen und wie lange die Fahrten dauern, lässt sich ganz einfach bei der Internet-Reiseauskunft der Deutschen Bahn oder im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln natürlich auf VerkehrsmittelVergleich.de ermitteln. Der Vorteil des neuen Quer-durchs-Land-Ticket ist, dass Reisende innerhalb des Gültigkeitszeitraums mit beliebig vielen Fahrten kreuz und quer durch Deutschland fahren können. Ohne vorherige Festlegung auf genaue Ziele oder Fahrzeiten.

Übrigens: Wer glaubt, in Nahverkehrszügen zwangsläufig mit langsamen Loks durchs Land bummeln zu müssen, der irrt. In Bayern gibt es zwischen Nürnberg und München die deutschlandweit einzigen Nahverkehrszüge die mit Tempo 200 über die Gleise fahren. In weniger als zwei Stunden kann man so auch mit dem Quer-durchs-Land-Ticket von der Frankenmetropole in Bayerns Landeshauptstadt reisen.

Share