Deutsche Bahn kürzt Personal, wartet ICE`s und erhöht Preise
Die Deutsche Bahn vermeldet pünktlich zur Preiserhöhung Personalkürzungen und Wartungsarbeiten aller ICE`s. Wie VerkehrsmittelVergleich.de am 9. Oktober 2009 auf dem Blog für Mobilität in Deutschland berichtete („Kundenverbände wehren sich gegen Preiserhöhungen der Deutschen Bahn“) wurden die Fahrpreise mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember im Schnitt um 1,6 Prozent erhöht. Deutsche Bahn Vorstandsmitglied Ulrich Homburg begründete diese Maßnahme damals mit den gestiegenen Personalkosten. Wie jetzt allerdings bekannt wurde, will der Konzern innerhalb der kommenden fünf Jahre 14 000 Stellen streichen. Noch bis Ende 2010 sind jedoch betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.
Kunden und Verbraucherverbände zeigen sich verärgert – der Verkehrsclub Deutschland e.V. kritisiert auf seinem Portal die schwache Serviceleistung der Deutschen Bahn. So sei es für die Reisenden nicht nachvollziehbar, wenn die Fahrpreise regelmäßig zum jährlichen Planwechsel steigen, ohne gleichzeitig eine qualitative Verbesserung zu leisten. Und die nun veröffentlichte Meldung über die Kürzung von Personal im fünfstelligen Bereich, heizt die Diskussion über die Preiserhöhung zusätzlich an. Auch das Verbraucherportal Pro Bahn übte Kritik und fürchtet vor allem eine Signalwirkung an die Reisenden. Denn auch wenn die Preiserhöhung vergleichsweise gering ausfällt, glaubt Karl-Peter Neumann von Pro Bahn, dass die Kunden durch diese gehäuften negativen Meldungen immer frustrierter vom Konzern Deutsche Bahn seien und nach Alternativen suchen würden. Eine Möglichkeit unkompliziert im Internet die schnellste und günstigste Verbindung von A nach B zu finden, bietet zum Beispiel das Portal von VerkehrsmittelVergleich.de.
Eine dritte Meldung zur Ankündigung von Wartungsarbeiten beunruhigt nun vor allem Pendler und Fernreisende. Die Deutsche Bahn will ab dem 18. Januar die gesamte Intercity-Express-Flotte für jeweils bis zu zwei Tage in die Werkstätten holen. Hauptgrund ist laut Bahn die Anhäufung von defekten Türen, Toiletten und Klimaanlagen sowie notwendigen Schönheitsreparaturen. Für die Mitarbeiter in den Werkstätten hat der Konzern deshalb bis 12. März eine Urlaubssperre und Sonderschichten verhängt.
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