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Monatsarchiv für Januar 2010

Greenpeace kritisiert das Projekt um Elektroautos “e-mobility”

Montag, den 4. Januar 2010

Elektroautos sind die Zukunft. Unter diesem Motto startete das Projekt „e-mobility“ am 17. Dezember in Berlin. Die beiden Unternehmen RWE und Daimler haben in einer Kooperation die ersten der 100 Elektro-Smarts an e-mobilityinteressierte Kunden übergeben. In den kommenden Jahren will die Bundesregierung dieses Projekt mit weiteren 500 Millionen Euro fördern und damit die Weiterentwicklung voran treiben. Ein kleines Stimmungsbild vom Beginn des Projekts um Elektroautos gibt ein Video auf YouTube.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace verurteilte die Maßnahme der Bundesregierung und das gesamte Projekt „e-mobility“ auf ihrem Weblog als „ausgemachten Blödsinn“. Wolfgang Lohbeck, der Autoexperte von Greenpeace, hält es für ein Täuschungsmanöver, um einen Entwicklungsdurchbruch im Bereich der Elektroautos vorzutäuschen – doch diese Annahme sei grundlegend falsch. Hinzu kommt, dass auch der Stromverbrauch von Elektroautos in der Praxis deutlich höher sei, als von den Herstellern verkündet. Der Strom, der zum Betrieb von Elektroautos erzeugt werden muss, verursache bis zu vier Mal so viel CO2 in der Herstellung, als ein konventioneller Motor. Für Lohbeck sei der von der Bundesregierung und den Unternehmen angestoßene Hype um die Elektroautos deshalb „skandalös“ und das Projekt „e-mobility“ eine „Volksverdummung“.

Der deutsche Wirtschaftsblog Cleanthinking.de veröffentlichte dazu im Dezember eine Studie der Unternehmensberatung Accenture mit dem Titel e-mobility 2009“. Aus dieser geht hervor, dass 28 Millionen deutsche Verbraucher davon ausgehen, sich in den nächsten zehn Jahren Elektroautos zu kaufen. Daraus leitete Accenture wiederum ein deutliches höheres Wachstumspotential für Elektroautos ab, als es die Bundesregierung bisher vorhersah. Doch für Cleanthinking.de ist die Studie zur e-mobility nicht realitätsnah und zu sehr von der öffentlichen Wahrnehmung geprägt. Da die deutsche Gesellschaft derzeit einen zu hohen Entwicklungsstand im Feld der Elektroautos wahrnehme, begründete der Wirtschaftsblog.

Deutlich positiver bewertet dagegen der Versicherungen Blog diese Studie. Denn für ihn wird dadurch das große Markt-Potential für Elektroautos in Deutschland nur noch einmal bestätigt und die Industrie in die Pflicht genommen, die Weiterentwicklungen im Bereich der „e-mobility” noch stärker voranzutreiben.

emobility2Die Firma Siemens hat zudem ein Video über Elektroautos veröffentlicht. Dieses wurde zwar unternehmensnah angefertigt, gibt aber dennoch einen interessanten Einblick in die Grundproblematik sowie die Entwicklungsstränge im weiten Feld der Elektroautos.

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