Unzählige Frostschäden auf deutschen Straßen
Donnerstag, den 25. Februar 2010Auf den deutschen Straßen haben Frostschäden in den vergangenen Tagen immer wieder zu Behinderungen gesorgt. Am Donnerstag musste nun sogar die erste Autobahn gesperrt werden. Die A1 nördlich von Osnabrück wurde aufgrund erheblicher Frostschäden dicht gemacht. Dresden erwägt zudem die Einführung einer Tempobegrenzung im gesamten Stadtverrkehr. Einerseits um die Belastung für die Straßen zu drosseln und andererseits um die Gefahren durch die vorhandenen Frostschäden für die Autofahrer einzuschränken, soll ganz Dresden nicht schneller als Tempo 30 fahren dürfen.
Das grundlegende Problem ist das Tauwasser, das in die bereits vorhandenen Risse im Teer hineinläuft und durch die frostigen Temperaturen den Asphalt regelrecht aufsprengt. Je mehr Fahrzeuge die Straßen in dieser Phase nutzen, desto mehr werden die Effekte der Frostschäden verstärkt. Ein weiterer belastender Faktor ist der in den vergangenen Jahren häufig nur notdürftig geflickte Asphalt, womit die Kommunen Geld sparen wollten. Hier haben eindringendes Wasser und Frost ein leichtes Spiel. Wie diese Frostschäden auf den deutschen Straßen genau entstehen, erläutert ein Video von JenaTV auf YouTube.
Derzeit geht der TÜV Rheinland davon aus, dass 30 bis 40 Prozent aller deutschen Straßen von Frostschäden betroffen sind. Aufgrund dieser massiven Frostschäden denkt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) derzeit über ein Sonderprogramm nach, um die Kommunen finanziell zu entlasten. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums kündigte allerdings auch an, dass frühestens im April mit einer Erarbeitung eines „Anti-Schlagloch-Programms“ zu rechnen sei. Wie groß und teuer das gesamte Ausmaß der Frostschäden tatsächlich ist, ist bisher noch nicht absehbar. Experten rechnen jedoch damit, dass sich die Reparaturkosten im Vergleich zu den Vorjahren vervierfachen werden. Der ADAC schätzt deshalb die in diesem Winter durch Frostschäden entstehenden Kosten auf über drei Milliarden Euro.

