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Monatsarchiv für Oktober 2011

Deutschlands Straßen sind weniger stauanfällig

Freitag, den 28. Oktober 2011

Stau ist nicht nur ein großes Problem für Berufsstätige, die pünktlich zum nächsten Meeting erscheinen müssen, sondern auch für Familien, die mit dem Auto verreisen. Die Verkehrsunternehmer versuchen deshalb durch verschiedene Mittel Verkehrsstau zu vermeiden. Dabei wird immer mehr auf Vorhersagen gesetzt und dazu die Stauanfälligkeit von Straßen und Städten ermittelt. Zuverlässige Daten liefern nicht nur Verkehrsbeamte, die Autobahnpolizei und zufällige Beobachter, sondern mittlerweile vor allem die Navigationssysteme. Viele Autofahrer lassen sich durch ein Navi den Weg führen und manche wissen gar nicht, dass der Einsatz des Navis auch verschlüsselte Daten an die Zentrale des Herstellers liefert.

 

Eine Vergleichsstudie mehrerer europäischer Ländern, die auf den Daten der Navis beruht, hat ergeben, welche europäischen Städten am häufigsten von Stau geplagt werden. Wer jetzt an deutsche Städte denkt, liegt nicht ganz richtig. In der Hitliste der stauanfälligsten Städte Europas werden hauptsächlich Citys aus Groß Britannien aufgezählt. Angeführt wird die Liste jedoch von Brüssel, der Hauptstadt Belgiens. Hier fahren internationale Politiker ein und aus, was wohl einer der Gründe für die Stauanfälligkeit der Stadt ist. Mit sehr viel Stau müssen die Autofahrer jedoch auch in Wahrschau oder in der florierende Metropole London rechnen.

 

Auch wenn deutsche Autofahrer gerne über jeden auch noch so kurzen Stau fluchen, können sie sich im Vergleich zu anderen europäischen Städten glücklich schätzen. Deutsche Städte lassen sich erst in den hinteren Rängen der Liste, nach den Top 20, finden. München wird als erste deutsche Stadt auf Platz 25 erwähnt. Weitere deutsche Städte, die noch in der Liste erwähnt werden, sind Hamburg, Bonn, Stuttgart, Essen und Köln.

Die Liste der stauanfälligsten Städte Europas wurde anhand der Daten des Navigationsherstellers TomTom erstellt. TomTom hat nicht nur Modelle entwickelt, die Autofahrer sicher und schnell zum gewählten Ort führen, sondern auch eine besondere Funktion für die Verbesserung des Verkehrs eingebaut. Anhand dieser Funktion können Geschwindigkeitsprofile von Autofahrern, die ein solches Navigationssystem benutzen, erstellt werden. Die anonymisierten Daten zeigen auf, wie schnell oder langsam im Durchschnitt Autofahrer auf allen erhobenen Straßen gefahren sind. Diese Daten werden anschließend auf zentraler Ebene so ausgewertet, dass sie wertvolle Ergebnisse für die Stauvorhersage liefern. Nach den festgelegten Richtlinien ist eine Straße dann als stauanfällig zu kategorisieren, wenn Autofahrer die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit nicht fahren dürfen und dabei gezwungen sind weniger als 30 Prozent davon einzuhalten. Ist zum Beispiel eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h in der Innenstadt zulässig, dann fahren Autofahrer unter Staubedingungen mit weniger als 35 km/h durch die Straßen oder noch langsamer.

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