Geänderte Flugrouten für neuen Hauptstadtflughafen nun amtlich!
Dienstag, den 29. November 2011Seit mehr als einem dreiviertel Jahr herrschte in dieser Region ein großer Streit um die Flugrouten des neuen Hauptstadtflughafens BER. Dieser Streit wurde in der Fluglärmkommission von der Deutsche Flugsicherung am 06.09.10 losgetreten. Der Hauptgrund für die Bürger war, dass manche Gebiete verlärmt wurden, die dafür nicht vorgesehen waren. Jetzt, nun mehr als 10 Monate später, entschieden sich die Planer den Bürgerwillen ein wenig Einkehr zu gebieten. Sie entschieden nämlich geänderte Flugrouten, die den Lärm nicht auf die umliegende Bevölkerung abwälzen soll. Vorteile bei den geänderten Routen sind, dass keines der betroffenen Gebiete ausschließlich überflogen wird, das heißt der Lärm der Flugzeuge kann sich auf eine größere Fläche ausdehnen und wird somit auch weniger.
Die 250 Flugzeuge die voraussichtlich pro Tag ihren Start über die Nordbahn des Flughafens bei Westbetrieb vollziehen, werden nun geradeaus über Blankenfelde geleitet. Planmäßig sollen hier circa 360 000 Flugbewegungen pro Jahr stattfinden. Wenn hier eine Flughöhe von 1525 Metern erreicht wird, kann der Pilot vom Tower eine Freigabe erhalten.
Allerdings ist für circa 60 Flugzeuge, die ihre Reiseziele im Osten und Norden haben, eine Mindestflughöhe von 2440 Metern vorgeschrieben. Tiefer dürfen sie über den berühmten Wannsee, in Richtung Berlin, nicht fliegen.
Mega Jets, wie den Airbus A380, Airbus A340 oder die Boeing 747 werden über Alternativrouten geschickt. Diese führen um gesamt Potsdam herum. Diese Entscheidung ist eine Entscheidung mit Zukunft, so die Planer des Hauptstadtflughafens, denn in Zukunft werden mehr Großraumflieger in den Lüften fliegen.
Die Deutsche Flugsicherung plant zwei Routen für jede Startbahn bei Ostbetrieb ein. Abhängig von der Verkehrslage werden die Maschinen die Gegend um Erkner von Startbahn Nord überqueren, oder sie fliegen Richtung Norden und überfliegen den Müggelsee.
Kleine, wendige Maschinen die direkt auf der Bahn Süd starten werden in Richtung Süden eine Rechtskurve fliegen. Damit soll erreicht werden, dass Zeuthen geschont wird.
Aber große und schwerfällige Maschinen müssen über den Ortschaften in der Nähe starten.
Die Routenplanänderung erhält seitens der Politik ebenfalls Zuspruch. „Man muss Betroffene zu Beteiligte machen.“ Sagte der Verkehrsminister Peter Ramsauer (57, CSU) in einem Interview.
Aber was ist nun der Nachteil der neuen Flugrouten? Die Flugzeuge werden in Form eines riesigen Fächers über Berlin und die umliegenden Gemeinden im Süden ziehen.
Zusammenfassend kann man über die geänderten Flugrouten des Hauptstadtflughafens BER sagen, dass es besondere Flugrouten für Mega-Jets geben wird. Über Berlin wird eine Mindestflughöhe den Fluglärm mildern und über Potsdam wird es keine Starts mehr geben.
