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Monatsarchiv für April 2012

Keine Entschädigung bei Vulkanausbruch

Montag, den 23. April 2012

In den letzten Jahren wurde es nicht ruhig um Islands Vulkane. Mehr als einmal war der europäische Flugverkehr völlig lahm gelegt, weil in anderen Teilen der Welt Naturkatastrophen stattfanden. Lange Gesichter bei den Passagieren, die aufgrund der Umstände oft stunden- oder gar tagelang auf dem Flughafen ausharren musste. Bei Gericht rollte eine Klagewelle ein, zahlreiche enttäuschte Urlauber wollten nicht nur den Reisepreis vom Veranstalter ersetzt bekommen.

Fallen Flüge aufgrund einer Aschewolke eines Vulkans aus, steht dem verhinderten Urlauber die Erstattung seines Flugtickets zu. Auf weitere Entschädigungen, beispielsweise für entgangene Urlaubszeit durch lange Wartezeiten haben Reisende jedoch keinen Anspruch. Dies wurde in einem vom Kölner Amtsgericht gesprochenen Urteil verdeutlicht, hier hatte ein Reisender bereits im vergangenen Jahr auf Entschädigung gegen den Reiseveranstalter geklagt, da der Flugverkehr aufgrund einer Vulkanaschewolke gesperrt werden musste.

Der vom Kläger für den 21. April 2010 gebuchte Flug musste aufgrund des Vulkanausbruchs in Island storniert werden, der geprellte Urlauber versuchte daher eine Ausgleichsleistung zu erstreiten. Laut EU-Fluggastrechteverordnung können Fluggäste mit einer Ausgleichszahlung entschädigt werden, wenn Flüge storniert werden müssen und die Schuld hierfür bei der Airline liegt. Das Amtsgericht entschied jedoch, dass eine Aschewolke aufgrund eines Vulkanausbruchs nicht in der Verantwortlichkeit der Airline liegt und somit kein Entschädigungsanspruch seitens des Fluggastes besteht. Ohne Komplikationen bekam der Urlauber den Preis für sein verfallenes Flugticket erstattet.

Des Weiteren entschied das Gericht, dass dem Fluggast eine Erstattung des Flugpreises grundsätzlich zustehe, er jedoch auch eine andere Art der Beförderung oder eine Beförderung zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch nehmen kann. In diesem Fall erfüllt die Airline ihre Dienste und ist nicht in der Pflicht eine Entschädigung zu bezahlen. Die Möglichkeiten zur Kommunikation, sowie die Verpflegung bei unvorhergesehenen Aufenthalten durch außergewöhnliche Umstände sind von der Fluggesellschaft zu stellen, damit werden alle Ansprüche des Kunden abgegolten.

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Städtereisen auf www.verkehrsmittelvergleich.ch

Montag, den 23. April 2012

Wir freuen uns heute wieder einen neuen Informationsbereich – zuerst auf unserer schweizer Internetseite – freigeben zu können. Für all diejenigen, die schon länger einmal einen schönen Wochendendtrip machen wollten, steht ab sofort www.verkehrsmittelvergleich.ch/staedtereisen bereit. Dort können Sie Informationen über Städtereisen, die möglichen Reiseziele sowie die Verbindungen zu den Städten finden. Viel Spaß beim Stöbern! Das Angebot für Österreich folgt natürlich so bald wie möglich!

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Moderne Lösungen für eine verbesserte Mobilität

Dienstag, den 17. April 2012

Mobilität ist ein häufig gebrauchtes Schlagwort. Der moderne Mensch möchte gerne so mobil wie möglich sein. Also selbst bestimmen, mit welchen Verkehrsmitteln er am schnellsten und bequemsten zu seinem Zielort gelangt. In der Praxis bleibt das ein frommer Wunsch, denn zahlreiche Hindernisse schränken die Mobilität oftmals ein. Die Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL) hat in einer Mobilitätsstudie dargelegt, wie es um die Mobilität in den Großstädten weltweit bestellt ist.

Gleich vorweg, Deutschland schneidet dabei nicht besonders gut ab. Nur München rangiert weltweit unter den Top 10. Einigermaßen gut stehen noch Hamburg und Berlin da, während Köln und Düsseldorf abgeschlagen sind. Dabei ist Mobilität ein wichtiges und aktuelles Thema.

Große Automobilkonzerne haben das Thema der Mobilität für sich entdeckt und arbeiten an zukunftsweisenden Konzepten. Neue Technologien ermöglichen bessere Lösungen. So können Navigationssysteme zwar die Entstehung eines Staus nicht verhindern, doch helfen sie dem User dem Stau rechtzeitig auszuweichen und somit zu verkleinern. Mit intelligenten Apps kann man die Reisezeit im voraus optimieren und sich Zeit sparen. Außerdem kann man Apps für den Verkauf von Tickets einsetzen. In der Stadt helfen kleine Elektroautos schneller durch den Stadtverkehr zu kommen und Parkplätze zu finden.

Das sind nur einige Möglichkeiten, wie man die Mobilität verbessern kann. Damit macht man auch den Standort für Unternehmen attraktiver. Im Endeffekt bedeutet es für das Unternehmen eine Effizienzsteigerung, wenn sich seine Mitarbeiter möglichst selten wegen Verkehrsbehinderungen verspäten. Daher ist die Mobilität besonders für große Konzerne ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl ihres Standortes.

Wie man ein cleveres Gesamtkonzept umsetzt, zeigt Hongkong vor. Es hat eine Mobilitätskarte mit dem Namen Octopus eingeführt. Damit können alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt, vom Bus über die Bahn bis zur Fähre genutzt werden. Man kann mit Octopus sogar in Geschäften und Restaurants seine Rechnungen bezahlen. Ein gelungenes Beispiel der Vernetzung von Bürgern in einer Metropole.

Natürlich hilft das beste System nichts, wenn nicht die entsprechende Infrastruktur in der Stadt vorhanden ist. Der Trend in Richtung Megacitys ist weiterhin ungebrochen. Es werden immer mehr Menschen mit immer mehr Autos in Städten leben und dabei trotzdem immer weniger Zeit damit verbringen wollen, nur von Punkt A nach B zu gelangen. Daher sollten nicht nur Köln und Düsseldorf sich die Lösungen, die jetzt schon von Unternehmen angeboten werden, ansehen, sondern auch München und Hamburg sind gut beraten, sich nicht auf ihren Lorbeeren auszuruhen, sondern die Mobilität weiter auszubauen.

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Planet der Affen auf den Kanarischen Inseln

Dienstag, den 10. April 2012

Eine wüste Lavalandschaft macht die Kanareninsel Lanzarote so unvergleichlich und einzigartig, so dass nicht nur Hollywoods Regisseure sich von der Insel angezogen fühlen und den „Planet der Affen“ vor Ort abdrehten.

Die Hitze unter der Erdoberfläche des Timanfaya-Nationalparks hat eine derartige Intensität, dass sich Wasser auf dem Lavagestein teilweise sofort in eine mehrere Meter hohe, dampfende Fontänen verwandelt. Ein kleines Stück weiter steigen Rauch und Feuer aus dem Boden auf. Mit einigen dünnen Zweigen und etwas trockenem Gestrüpp, lässt sich hervorragend ein Feuer entfachen. Auf diesem Feuer brutzelt der Wirt des „El Diablo“, einem Restaurant im Timanfaya-Nationalpark auf Lanzarote, mit seinem Vulkangrill jede Menge Fleisch- und Fischspezialitäten für seine Gäste.

Das Restaurant befindet sich mitten in der Lavalandschaft von Lanzarote. Aus den großen Fenstern des Speiseraums haben die Gäste einen atemberaubenden Ausblick auf den Timanfaya-Nationalpark, dessen Landschaften bisweilen mondartig aussehen. Aus dieser Mondlandschaft erheben sich mehrere Krater, die teilweise über 500 Meter hoch ragen. Diese Krater sind neben den Stränden der Urlaubsinsel die größte Touristenattraktion Lanzarotes. Eine spektakuläre Kulisse für den „Planet der Affen“

Während diese Vulkanlandschaft in 18. Jahrhundert durch fortwährende Ausbrüche entstand, war die Insel nahezu menschenleer. Der Exodus in Richtung Gran Canaria hatte schon vorzeitig begonnen. Ein Pfarrer aus Yaiza hat diese Flucht der Menschen und die Vulkanausbrüche auf Lanzarote ausgiebig beschrieben. Ein riesiger Berg erhob sich in nur einer Nacht aus dem Ort Timanfaya. 19 Tage lang soll der Gipfel dieses Berges in Feuer gehüllt gewesen sein. Immer mehr Vulkane brachen auf und aus und das Lava sowie begrub zahlreiche Orte und Landschaften unter sich. Die Menschen hielten diese Ausbrüche für die Apokalypse und das Ende der Welt.

Noch heute kochen die Lava und das Magma unter Lanzarote und die Insel ist nicht sicher vor weiteren Ausbrüchen. Gar nicht tief unter der Erde herrschen Temperaturen von rund 150 Grad Celsius. Dem Wirt des „El Diablo“ macht das alles nichts aus. Er hat sich daran gewöhnt auf einem Pulverfass zu leben.
Namhafte Hollywoodregisseure haben sich der urtümlichen Landschaft für ihre Filme bedient. So wurde zum Beispiel „Der Planet der Affen“ teilweise auf Lanzarote gedreht. Dieser Film hat der Insel zu weltweiter Bekanntheit verholfen. Faszinierend gestaltet sich eine Fahrt durch die Schluchten, Täler und Krater der kanarischen Insel. Auf den erklommenen Gipfeln belohnen sich die Touristen mit fantastischen Panoramablicken über die Feuerberge von Lanzarote.

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Ein Fünftel aller Fernzüge kommt verspätet an

Montag, den 2. April 2012

Mit der Pünktlichkeitsstatistik, die die Bahn seit 2011 veröffentlicht, zeigt sich, dass das Sprichwort „Pünktlich wie die Eisenbahn“ heute so nicht mehr gilt. Bei der Ausgabe der Statistik für das erste Halbjahr 2011 wird deutlich, dass jeder fünfte Fernzug verspätet im Bahnhof ankommt. Damit konnte die Bahn laut einem internen Bericht nur eines steigern: ihre Unzuverlässigkeit.

Gerade das wollte der Ende der neunziger Jahre angetretene Vorstandsvorsitzende Johannes Ludewig ändern und ließ dafür auf allen großen Bahnhöfen Anzeigen montieren. Sie sollten die Verspätung der jeweiligen Züge anzeigen. Vergleiche mit dem Vorjahr ergaben jedoch, dass die Verspätungen deutlich zunahmen.

Der Ludewig nachfolgende Mehdorn ließ die Anzeigetafeln umgehend wieder entfernen. Wer von nun an etwas über die Verspätungen der Fernzüge erfahren wollte, war auf die einmal pro Jahr veröffentlichten Durchschnittswerte angewiesen.

Um an Sympathie und Kundenfreundlichkeit zuzulegen, veröffentlicht die Bahn die Verspätungen der Fernzüge seit September vergangenen Jahres wieder auf ihrer Website. Mit zweifelhaftem Ergebnis: In der Zeit von Januar bis August 2011 kam ein Fünftel aller Fernzüge verspätet an, nämlich 80,4 Prozent. Wobei ein Zug, der bis zu 5 Minuten und 59 Sekunden vom Fahrplan abweichend in den Bahnhof einläuft oder ihn verlässt, als verspätet gilt. Die Züge des Regionalverkehrs konnten das Ergebnis schönen: Ihnen ist es zu verdanken, dass es insgesamt nur bei 7,8 Prozent aller Züge zu Verspätungen kam.

Schuld daran waren schwere Unwetter, so die Bahn. Umgestürzte Bäume und beschädigte Oberleitungen machten Streckensperrungen notwendig und seien wesentliche Verursacher der Verspätungen. Ansonsten zeigten die Zahlen deutlich, dass die Bahn pünktlicher fährt, als behauptet, so Ulrich Homburg, Bahn-Vorstand für Personenverkehr.

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