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Keine Entschädigung bei Vulkanausbruch

In den letzten Jahren wurde es nicht ruhig um Islands Vulkane. Mehr als einmal war der europäische Flugverkehr völlig lahm gelegt, weil in anderen Teilen der Welt Naturkatastrophen stattfanden. Lange Gesichter bei den Passagieren, die aufgrund der Umstände oft stunden- oder gar tagelang auf dem Flughafen ausharren musste. Bei Gericht rollte eine Klagewelle ein, zahlreiche enttäuschte Urlauber wollten nicht nur den Reisepreis vom Veranstalter ersetzt bekommen.

Fallen Flüge aufgrund einer Aschewolke eines Vulkans aus, steht dem verhinderten Urlauber die Erstattung seines Flugtickets zu. Auf weitere Entschädigungen, beispielsweise für entgangene Urlaubszeit durch lange Wartezeiten haben Reisende jedoch keinen Anspruch. Dies wurde in einem vom Kölner Amtsgericht gesprochenen Urteil verdeutlicht, hier hatte ein Reisender bereits im vergangenen Jahr auf Entschädigung gegen den Reiseveranstalter geklagt, da der Flugverkehr aufgrund einer Vulkanaschewolke gesperrt werden musste.

Der vom Kläger für den 21. April 2010 gebuchte Flug musste aufgrund des Vulkanausbruchs in Island storniert werden, der geprellte Urlauber versuchte daher eine Ausgleichsleistung zu erstreiten. Laut EU-Fluggastrechteverordnung können Fluggäste mit einer Ausgleichszahlung entschädigt werden, wenn Flüge storniert werden müssen und die Schuld hierfür bei der Airline liegt. Das Amtsgericht entschied jedoch, dass eine Aschewolke aufgrund eines Vulkanausbruchs nicht in der Verantwortlichkeit der Airline liegt und somit kein Entschädigungsanspruch seitens des Fluggastes besteht. Ohne Komplikationen bekam der Urlauber den Preis für sein verfallenes Flugticket erstattet.

Des Weiteren entschied das Gericht, dass dem Fluggast eine Erstattung des Flugpreises grundsätzlich zustehe, er jedoch auch eine andere Art der Beförderung oder eine Beförderung zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch nehmen kann. In diesem Fall erfüllt die Airline ihre Dienste und ist nicht in der Pflicht eine Entschädigung zu bezahlen. Die Möglichkeiten zur Kommunikation, sowie die Verpflegung bei unvorhergesehenen Aufenthalten durch außergewöhnliche Umstände sind von der Fluggesellschaft zu stellen, damit werden alle Ansprüche des Kunden abgegolten.

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