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Archiv der Kategorie ‘Mobilität‘

Die Westbahn

Montag, den 15. Oktober 2012

Bereits seit dem 1.August 1860, also seit über 150 Jahren besteht die wichtigste österreichische Bahnstrecke zwischen Wien und Salzburg. Sie wurde von der Kaiserin-Elisabeth-Bahn erbaut und später von der österreichischen Bundesbahn (ÖBB) betrieben und kontrolliert.

Doch mit der Europäischen Union kamen auch die Liberalisierungsgesetze für Eisenbahnunternehmen und damit auch die Möglichkeit für Privatunternehmen, Bahnstrecken zu befahren.

Seit Dezember 2011 bekommt dadurch die mächtigste österreichische Eisbahngesellschaft ÖBB auf ihrer profitabelsten Strecke, der Westbahnstrecke, Konkurrenz. Die Westbahn Management GmbH, Tochterkonzern der Rail Holding AG, befährt nun unter der Geschäftsführung Stefan Wehingers die Stammstrecke von Wien nach Salzburg in nur drei Stunden.

Doch wie will sich ein privates Unternehmen mit einem solchen Giganten wie der ÖBB messen, vor allem nachdem staatliche Subventionen für die Westbahnstrecke abgeschafft und Gebühren für Zugaufenthalte um bis zu 78 Prozent gestiegen sind?

Die Antwort der Westbahn GmbH ist die Erfüllung sämtlicher Kundenwünsche. So verfügt jeder Zug der Westbahn über kostenloses W-Lan, eine moderne und zuverlässige IT-Infrastruktur und jedes Zugabteil über einen eigenen Kundenbetreuer. Auch verschiedene Klassen gibt es nicht mehr. Alles entspricht dem Komfort einer ersten Klasse.

Zwar verfehlte die Westbahn GmbH nach 3-monatigem Betrieb ihr Ziel, bereits Gewinne zu schreiben, doch liegt dies laut Stefan Wehinger an dem erbittertem Preiskampf, welchen sich der Konzern mit dem großen Konkurrenten ÖBB liefern müsse.

Dies will man nun nicht weiter hinnehmen. Eine Klage bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) ist bereits eingereicht. Dass dieser Streit beiden Unternehmen schaden dürfte, lässt sich kaum bestreiten. Wer jedoch als Sieger hervorgeht bleibt unklar, beide Seiten zeigen sich standhaft.

Stefan Wehinger, Gründer der Westbahn GmbH und ehemaliger ÖBB-Personenverkehrchef erklärte hierzu: „Die Westbahn kann als David gegen den übermächtigen Goliath ÖBB mühelos Sympathiepunkte sammeln.“

„Das Geld sollte der Westbahn dabei aber nicht so schnell ausgehen“, fügt er hinzu. Dennoch zeigt er sich unbesorgt: „Wir haben ein klares Bekenntnis der Eigentümer uns mit genügend Geld auszustatten.“

Die Westbahn befährt im Moment die Strecke von Wien nach Salzburg und bedient dabei auch die beliebten Strecken von Salzburg nach St. Pölten, von Salzburg nach Linz, von Wien nach St. Pölten,von Wien nach Linz und von Linz nach St. Pölten.

Fakt ist: Mit beiden Bahnen lassen sich die sieben Bahnhöfe der Strecke leicht und zu relativ günstigen Preisen erreichen. Dennoch schneidet die Westbahn GmbH in den Punkten Kundenzufriedenheit und Komfort seit ihrer Gründung etwas besser ab als ihr Gegner.

 

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Der Navigationssystem – Dschungel

Freitag, den 7. September 2012

Das Leben ohne eine Navigationsgerät ist für alle Autofahrer unter uns kaum mehr vorstellbar. Die übergroßen Landkarten hervorkramen und richtig lesen, Einwohner durchs Autofenster nach dem richtigen Weg fragen oder zum dritten Mal innerhalb von wenigen Stunden an der gleichen Stelle stehen – Das hatte zwar rückblickend schon etwas romantisches an sich, war jedoch in der Situation selbst unheimlich unkomfortabel und nervenaufreibend.

Dank dem Siegeszug der amerikanischen GPS ‘Navis’ in den 90er Jahren ist oben beschriebenes heutzutage nicht mehr nötig. Inzwischen kommt man komfortabel und schnell zum Zielort, kann außerdem einstellen, ob bestimmte Straßenzüge gemieden werden sollen, ob die schnellste oder die spritsparenste Route gefahren werden soll u.v.m. Das Navis mittlerweile das Gefühl vermitteln, eigenständig denken zu können, zeigt sich auch daran, dass mittlerweile bei neueren Geräten Staus und Behinderungen frühzeitig erkannt, angezeigt und somit gegebenenfalls umfahren werden können. Dies ist dank Traffic Message Channel möglich, einem digitalen Signal, das in Deutschland von (hauptsächlich öffentlich-rechtlichen) Radiosendern produziert und ausgesandt wird.

Diese Technik kann allerdings nur bei neueren Geräten verwendet werden. Ohnehin gibt es zwischen den Geräten nicht nur bei der Funktionsleistung, sondern auch beim Preis erhebliche Unterschiede. Um ein bisschen Ordnung in den Gerätedschungel zu bringen, analysieren Auto-/Motormagazine alle paar Monate den Navigationsmarkt. Beliebte Zeitpunkte stellen dabei die Einführung von Neuheiten am Markt dar. Ein allgemeines Beispiel ist die Analyse der AutoBild im Jahr 2007

http://www.autobild.de/artikel/kaufberatung-navi-geraete-318822.html

Einen guten Überblick über zahlreiche Warentests verschiedener Portale ist außerdem testbericht.de:

http://www.testberichte.de/testsieger/level3_auto_ausstattung_

zubehoer_auto_navigationssysteme_30.html

Praktisch und immer beliebter sind zudem Navigationssysteme, die bereits in der Karosserie verbaut sind. Diese besitzen sehr viele Funktionen, sind aber meist auch sehr teuer. Wem die Standardfunktionen reichen, kann auch auf ein günstiges Gerät zurückgreifen.

Schnäppchen gibt’s hier: http://www.preistrend.de/Navigationssysteme_

Preisvergleich__x7505750306757207764D06.html

Die Entwicklung der Navigationssysteme ist sicher noch lange nicht am Ende angekommen. Was meint Ihr, welche Funktionen wird es in Zukunft bei Navigationssystemen noch geben?

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Verkehrssicherheit im Beruf – PRAISE

Mittwoch, den 5. September 2012

Im Blog der SETON Fachnews Redaktion sind wir auf einen sehr interessanten Beitrag zum Thema Verkehrssicherheit gestoßen.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit Verkehrssicherheit am Arbeitsplatz und insbesondere mit dem Projekt PRAISE, einer Inititative des ETSC (European Transport and Safety Council), die zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, speziell von Arbeitnehmern, beitragen soll.

Das Thema Verkehrssicherheit am Arbeitsplatz steht eigentlich viel zu selten im Blickpunkt der Berichterstattung, denn laut einer Statistik von Eurogip ereignen sich 60 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle im Straßenverkehr – auf dem Weg zur Arbeit oder währenddessen.

Diese Statistik wirkt im ersten Moment natürlich extrem, ist aber aufgrund der gestiegenen Mobilität der Arbeitnehmer und der gewachsenen Zahl der Pendler (heute pendelt jeder zweite Deutsche jeden Tag zwischen 10 und 25 km zur Arbeit und zurück) nicht verwunderlich.

Um diese traurige Quote zu verringern, erarbeitet die Initiative PRAISE -  seit 2009 wissenschaftliche Publikationen die der Verbesserung der Verkehrssicherheit dienen. Ferner macht die Kampagne konkrete Vorschläge, wie man die Situation im Arbeitsalltag verbessern kann. Die Berichte von PRAISE – erscheinen 3 mal im Jahr und widmen sich stets einem Thema wie Pendeln oder Fahrtüchtigkeit, das durch sogenannte Fact Sheets noch einmal illustriert werden soll.

Als Preisvergleich für Verkehrsmittel erhält PRAISE unsere größte Anerkennung und vollste Unterstützung, da unsere Partner im Bahn-/ Flug-/ Straßenverkehr und deren Mitarbeiter sind berufsbedingt teils großen Gefahren im Verkehr ausgesetzt sind. Außerdem glauben wir, dass die Verkehrssicherheit ein Thema ist, dass im öffentlichen Bewusstsein nicht sonderlich präsent ist und deshalb weisen wir gerne noch einmal auf die Seite des Projekts:

http://osha.europa.eu/de/news/etscs-praise-project-preventing-road-accidents-and-injuries-for-the-safety-of-employees

http://www.etsc.eu/PRAISE.php

SETON Fachnews Redaktion: http://blog.seton.de/verkehrssicherheit-beruf.html

Was haltet Ihr von diesem Projekt?

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Vielfahrer und Vielflieger gesucht!

Montag, den 20. August 2012

Heute möchten wir auf eine spannende Mobilitäts-Studie hinweisen. Robert Schönduwe, Doktorand der Goethe-Universität Frankfurt/Main, untersucht derzeit Lebensumstände und Mobilitätsverhalten hochmobiler Menschen und Verkehrsmittelvergleich.de unterstützt ihn gerne dabei!

Denn egal ob Fernbeziehung, das Pendeln an einen weit entfernten Arbeitsplatz oder ein berufsbedingter Zweitwohnsitz: regelmäßig große Distanzen zurückzulegen gehört für viele Menschen zum Alltag. Optimisten preisen dies als Gewinn an Freiheit und Flexibilität, Pessimisten hingegen weisen auf ökologische und soziale Probleme hin und sehen die Gesellschaft auf dem Weg zum „rasenden Stillstand“.

Als Teil der Dissertation wird eine Online-Umfrage durchgeführt. Solltet ihr und eure Freunde viel unterwegs sein, dann nehmt doch einfach hier an der Befragung teil:

www.hochmobile.com

Die Antworten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und anonym ausgewertet. Auf Wunsch werden Ergebnisse der Studie nach Projektabschluss zugesandt.

In der Dissertation wird u.a. der Frage nachgegangen, inwiefern hochmobile Personen als „Mobilitätspioniere“ angesehen werden können, deren (Verkehrs)Verhalten Anregungen für die Entwicklung von Maßnahmen zur Optimierung des Verkehrssystems bieten kann. Den theoretischen Rahmen für die Untersuchung bildet das Konzept der Mobilitätsbiographien.

Die damit verbundene Herangehensweise erlaubt es, Mobilität im Längsschnitt zu erfassen und Interdependenzen zwischen Lebensereignissen und dem individuellen Verkehrsverhalten aufzudecken. Räumlich-zeitliche Entwicklungen von Mobilitätsbiographien werden mit Lebensverlaufskalendern erfasst, einem bisher in der Verkehrsforschung nur vereinzelt eingesetzten Erhebungsinstrument.

Vielen Dank für eure Unterstützung!

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Die Verkehrsmittelvergleich Carsharing Studie

Mittwoch, den 13. Juni 2012

Das Thema „Carsharing“ ist im Moment in aller Munde. Das Prinzip soll wenig fahrenden Menschen Geld sparen, die Zahl von Autos reduzieren und nebenher noch die Umwelt schonen. Doch welcher Anbieter lohnt sich für welchen Zweck wirklich? VerkehrsmittelVergleich.de verschafft einen Überblick:

1. Kurze Stadtwege:

car2go und DriveNow punkten vor allem bei kurzen Stadtwegen, die minutengenau abgerechnet werden können. Kilometer werden nicht extra berechnet, was bei diesem Minutenpreis allerdings auch nicht relevant ist, da eine längere Miete eher ungewöhnlich ist. Außerdem kann bei den verfügbaren Fahrzeugtypen nicht viel transportiert werden. Der große Vorteil liegt jedoch in der Flexibilität und der möglichen Einwegnutzung im Stadtgebiet.

2. Streckenoptimiert:

einen guten Mix zwischen Stundenpreis, Wochentarif und Kilometerpreis bietet stadtmobil. Dieser Anbieter ist eine gute Wahl für längere Mietdauern und weitere Strecken, wie etwa ein Urlaubstrip.

3. Zeitoptimiert:

Die günstigsten Zeittarife bietet Greenwheels an, dafür liegt jedoch der Kilometerpreis höher als es bei anderen Anbietern der Fall ist. Somit eignet sich dieser Anbieter eher für längere Mietdauern, bei denen aber nur eine geringe Kilometerzahl gefahren werden muss.

4. Flexibilität:

Mit der größten Verbreitung in Deutschland und Partnerschaften in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz verfügt Flinkster über das größte und flexibelste Angebot der Carsharing Anbieter. Der Kunde kann relativ spontan an dem Ort mieten, an dem er möchte und bleibt bei den kleineren Klassen auch in einem günstigen Preisrahmen. Noch dazu ist der Kilometerpreis relativ preiswert, was Flinkster zum flexibelsten Anbieter macht.

Fazit:

Insgesamt hat Flinkster in unserem Test den besten Eindruck gemacht, weshalb sich Rolf Lübke, Geschäftsführer der Bahntochter DB Rent und DB Fuhrpark, bestätigt fühlt: „Auch dieser Testsieg ist für uns ein weiterer Beleg, dass wir mit unserem Angebot für eine unkomplizierte und individuelle Auto-Mobilität genau richtig liegen“. Jedoch steht für jeden individuellen Zweck  ein gutes Angebot zur Verfügung. Der Kunde muss sich allerdings die Mühe machen im Vorfeld seine Bedürfnisse zu analysieren und mit diesem Wissen den für ihn besten Anbieter herauszusuchen. Dies trifft allerdings vor allem auf die Einwohner der größten Städte und Ballungsgebiete in Deutschland zu. Wohnt man dagegen in einer weniger großen Stadt, besteht die Möglichkeit dass entweder nur ein einzelner Anbieter vorhanden ist oder sogar gar keiner. In dem Fall muss dann häufig wohl oder übel doch wieder auf einen eigenen PKW zurückgegriffen werden.

Hier geht’s zur Übersichtstabelle.

Wenn du einen noch umfassenderen Überblick zum Thema Carsharing bekommen willst, findest Du den gesamten Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) in unserem Pressebereich.

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Städtereisen jetzt auch für Deutschland und Österreich

Dienstag, den 15. Mai 2012

Vor kurzem berichteten wir bereits über die Möglichkeit auf unserer schweizer Internetseite über www.verkehrsmittelvergleich.ch/staedtereisen zahlreichen Informationen zu Reisen in die großen Metropolen zu finden. Wie angekündigt, haben wir in der Zwischenzeit weiterhin daran gearbeitet, dieses Angebot ebenfalls für unsere österreichische und die deutsche Seite zur Verfügung zu stellen. Daher freuen wir uns, dass wir seit heute ebenfalls unter www.verkehrsmittelvergleich.de/staedtereisen sowie unter www.verkehrsmittelvergleich.at/staedtereisen Informationen zu den großen Metropolen sowie zu den Reisen in diese anbieten. Viel Spaß bei der Suche nach Informationen!

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Vorsicht mit den Wertsachen im Urlaub!

Montag, den 14. Mai 2012

Im Urlaub sollte man immer auf die Wertsachen aufpassen, das weiß jeder, die Polizei hat nun auch Tipps veröffentlicht, wie man seine Wertsachen im Urlaub am besten vor Diebstahl schützt.
Ausweise, Kreditkarten und Geld sollten immer in den Innentaschen der Kleidung oder in Gürtel- oder Brusttaschen aufbewahrt werden. Wichtige Dokumente sollten vor Reisebeginn kopiert worden sein.
Vorallem auf Flug- und Bahnhöfen warnt die Polizei vor Diebstahl der Wertsachen, hier ist das Risiko besonders hoch. Ein Dieb nutzt den kleinsten Moment in dem der Reisende unaufmerksam ist. Wenn man zum Beispiel telefoniert oder sich in einem Gedränge befindet, sollte man trotzdem immer auf Wertsachen und Gepäck Acht geben. Manchmal sollen Koffer schon am Zielflughafen verschwunden sein.
Außerdem sollte man immer nur so viele Wertsachen bei sich tragen wie man auch wirklich braucht, so vermindert man den Verlust im Falle eines Diebstahls. Auch beim Bezahlen mit Kreditkarte ist im Urlaub Vorsicht geboten: Betrüger könnten in einem kurzen Zeitraum in der man abgelenkt ist die Kreditkarte kopieren, warnt die Polizei. Man sollte immer darauf Acht geben dass man die eigene Kreditkarte wiederbekommt und keine Kopie.
Die wichtigste Regel lautet aber immer noch: Nie die Wertsachen unbeaufsichtigt lassen!

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VerkehrsmittelVergleich.de veröffentlicht Informationen für internationale Besucher

Samstag, den 12. Mai 2012

Vor kurzer Zeit haben wir geschrieben, dass die internationalen Angebote von VerkehrsmittelVergleich.de unter dem Namen fromAtoB released werden konnten. So steht die Suchmaschine den internationalen Besuchern nun in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Neben der Suchfunktion bietet aber www.verkehrsmittelvergleich.de ebenfalls vielfache Informationen zu Reisethemen wie “Bahnfahren”, “Mitfahrzentralen” oder auch zum Thema “Flug”. Diese Informationen werden nun auch nach und nach den internationalen Besuchern zur Verfügung gestellt, begonnen mit allem wissenswerten zum fliegen, sowie Flughäfen in Europa und der ganzen Welt. Die Informationen reichen von Flugpreisen über beliebte Verbindungen bis hin zu Informationen über einzelne Flughäfen. Sie sind ab sofort international zu finden unter www.fromatob.be/vol,www.fromatob.es/vuelo, www.fromatob.co.uk/flight, www.fromatob.fr/vol, www.fromatob.it/volo, www.fromatob.dk/fly, www.fromatob.cz/let, nl.fromatob.com/vlucht, www.fromatob.pl/lot sowie www.fromatob.com/flight. Wir hoffen, dass die Informationen weiterhelfen und werden selbstverständlich in der Zukunft weitere unserer Verkehrsmittel-Informationen auf den internationalen Plattformen zur Verfügung stellen.

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Keine Entschädigung bei Vulkanausbruch

Montag, den 23. April 2012

In den letzten Jahren wurde es nicht ruhig um Islands Vulkane. Mehr als einmal war der europäische Flugverkehr völlig lahm gelegt, weil in anderen Teilen der Welt Naturkatastrophen stattfanden. Lange Gesichter bei den Passagieren, die aufgrund der Umstände oft stunden- oder gar tagelang auf dem Flughafen ausharren musste. Bei Gericht rollte eine Klagewelle ein, zahlreiche enttäuschte Urlauber wollten nicht nur den Reisepreis vom Veranstalter ersetzt bekommen.

Fallen Flüge aufgrund einer Aschewolke eines Vulkans aus, steht dem verhinderten Urlauber die Erstattung seines Flugtickets zu. Auf weitere Entschädigungen, beispielsweise für entgangene Urlaubszeit durch lange Wartezeiten haben Reisende jedoch keinen Anspruch. Dies wurde in einem vom Kölner Amtsgericht gesprochenen Urteil verdeutlicht, hier hatte ein Reisender bereits im vergangenen Jahr auf Entschädigung gegen den Reiseveranstalter geklagt, da der Flugverkehr aufgrund einer Vulkanaschewolke gesperrt werden musste.

Der vom Kläger für den 21. April 2010 gebuchte Flug musste aufgrund des Vulkanausbruchs in Island storniert werden, der geprellte Urlauber versuchte daher eine Ausgleichsleistung zu erstreiten. Laut EU-Fluggastrechteverordnung können Fluggäste mit einer Ausgleichszahlung entschädigt werden, wenn Flüge storniert werden müssen und die Schuld hierfür bei der Airline liegt. Das Amtsgericht entschied jedoch, dass eine Aschewolke aufgrund eines Vulkanausbruchs nicht in der Verantwortlichkeit der Airline liegt und somit kein Entschädigungsanspruch seitens des Fluggastes besteht. Ohne Komplikationen bekam der Urlauber den Preis für sein verfallenes Flugticket erstattet.

Des Weiteren entschied das Gericht, dass dem Fluggast eine Erstattung des Flugpreises grundsätzlich zustehe, er jedoch auch eine andere Art der Beförderung oder eine Beförderung zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch nehmen kann. In diesem Fall erfüllt die Airline ihre Dienste und ist nicht in der Pflicht eine Entschädigung zu bezahlen. Die Möglichkeiten zur Kommunikation, sowie die Verpflegung bei unvorhergesehenen Aufenthalten durch außergewöhnliche Umstände sind von der Fluggesellschaft zu stellen, damit werden alle Ansprüche des Kunden abgegolten.

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Moderne Lösungen für eine verbesserte Mobilität

Dienstag, den 17. April 2012

Mobilität ist ein häufig gebrauchtes Schlagwort. Der moderne Mensch möchte gerne so mobil wie möglich sein. Also selbst bestimmen, mit welchen Verkehrsmitteln er am schnellsten und bequemsten zu seinem Zielort gelangt. In der Praxis bleibt das ein frommer Wunsch, denn zahlreiche Hindernisse schränken die Mobilität oftmals ein. Die Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL) hat in einer Mobilitätsstudie dargelegt, wie es um die Mobilität in den Großstädten weltweit bestellt ist.

Gleich vorweg, Deutschland schneidet dabei nicht besonders gut ab. Nur München rangiert weltweit unter den Top 10. Einigermaßen gut stehen noch Hamburg und Berlin da, während Köln und Düsseldorf abgeschlagen sind. Dabei ist Mobilität ein wichtiges und aktuelles Thema.

Große Automobilkonzerne haben das Thema der Mobilität für sich entdeckt und arbeiten an zukunftsweisenden Konzepten. Neue Technologien ermöglichen bessere Lösungen. So können Navigationssysteme zwar die Entstehung eines Staus nicht verhindern, doch helfen sie dem User dem Stau rechtzeitig auszuweichen und somit zu verkleinern. Mit intelligenten Apps kann man die Reisezeit im voraus optimieren und sich Zeit sparen. Außerdem kann man Apps für den Verkauf von Tickets einsetzen. In der Stadt helfen kleine Elektroautos schneller durch den Stadtverkehr zu kommen und Parkplätze zu finden.

Das sind nur einige Möglichkeiten, wie man die Mobilität verbessern kann. Damit macht man auch den Standort für Unternehmen attraktiver. Im Endeffekt bedeutet es für das Unternehmen eine Effizienzsteigerung, wenn sich seine Mitarbeiter möglichst selten wegen Verkehrsbehinderungen verspäten. Daher ist die Mobilität besonders für große Konzerne ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl ihres Standortes.

Wie man ein cleveres Gesamtkonzept umsetzt, zeigt Hongkong vor. Es hat eine Mobilitätskarte mit dem Namen Octopus eingeführt. Damit können alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt, vom Bus über die Bahn bis zur Fähre genutzt werden. Man kann mit Octopus sogar in Geschäften und Restaurants seine Rechnungen bezahlen. Ein gelungenes Beispiel der Vernetzung von Bürgern in einer Metropole.

Natürlich hilft das beste System nichts, wenn nicht die entsprechende Infrastruktur in der Stadt vorhanden ist. Der Trend in Richtung Megacitys ist weiterhin ungebrochen. Es werden immer mehr Menschen mit immer mehr Autos in Städten leben und dabei trotzdem immer weniger Zeit damit verbringen wollen, nur von Punkt A nach B zu gelangen. Daher sollten nicht nur Köln und Düsseldorf sich die Lösungen, die jetzt schon von Unternehmen angeboten werden, ansehen, sondern auch München und Hamburg sind gut beraten, sich nicht auf ihren Lorbeeren auszuruhen, sondern die Mobilität weiter auszubauen.

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