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Archiv der Kategorie ‘Mobilität‘

Elektrofahrrad – der neue Trend

Dienstag, den 27. Juli 2010

Dass das Fahrradfahren gut für die Gesundheit ist, steht außer Frage. Doch wer körperlich behindert oder älter ist, scheut sich davor, mit dem Fahrrad zu fahren. Doch das Elektrofahrrad – im Fachjargon Pedelecs genannt, ist für diese Zielgruppe die ideale Lösung.

Ein Elektrofahrrad hat einen eingebauten Motor, der das Fahrradfahren unterstützt. Lange Strecken oder Steigungen sind von nun an kein Problem mehr. Das ist nicht nur eine Erleichterung beim Einkaufen, sondern auch kleine Strecken können umso entspannter und angenehmer mit dem Elektrofahrrad bewältigt werden.

Sobald der Fahrer in die Pedale tritt, setzt automatisch der Elektromotor ein. Die Geschwindigkeit kann stufenlos eingestellt werden, wobei die Höchstgeschwindigkeit 25 Stundenkilometer beträgt. Der Motor des Elektrofahrrads wird mit einem Akku betrieben. Damit können bis zu 60 Kilometer gefahren werden, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Er wird aus dem Fahrrad entnommen und in einem speziellen Ladegerät aufgeladen.

Das Gewicht dieses Elektrofahrrads liegt allerdings bei 25 Kilo. Die Preisspanne liegt zwischen 800 Euro bis 4.000 Euro. Der Verbrauch liegt bei ungefähr 20 Cent pro Kilowattstunde. Diese reicht für 100 Kilometer.

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Bundesverkehrsminister Ramsauer spricht über Tempolimit, Elektroautos und Umweltzonen

Dienstag, den 13. April 2010

Der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bezieht in einem Interview mit Mobil in Deutschland e.V. Stellung zu den Themen Tempolimit, Elektroautos und Umweltzonen. Dabei bekräftigte der Bundesverkehrsminister zu aller erst noch einmal, dass eine Autobahnmaut auf Deutschlands Straßen nicht im Koalitionsvertrag genannt wird und deshalb auch weiterhin aktuell nicht zur Diskussion stehe. Allerdings entkräftete er diese ‘endgültig klingenden‘ Worte umgehend mit dem Zusatz: „Es darf aber keine Denkverbote geben, wie die Infrastruktur künftig finanziert werden kann“.

Ebenso verneinte Ramsauer das Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Da Deutschland innerhalb Europas die sichersten Straßenverhältnisse habe, sei ein Tempolimit für ihn nicht notwendig. Zudem betonte der Bundesverkehrsminister, dass es bereits viele Teilabschnitte deutscher Autobahnen gibt, die mit Geschwindigkeitsbegrenzungen versehen sind – ein generelles Tempolimit würde deshalb nur begrenzt Sinn machen.

Das Elektroauto – 2020 will die Bundesregierung mindestens eine Millionen dieser mit Strom angetriebenen Fahrzeuge auf deutschen Straßen haben. Ein ehrgeiziges Ziel, dass mit einer Entwicklungsförderung von insgesamt zwei Milliarden Euro weiter voran getrieben werden soll. Doch auf die Frage, ob Ramsauer sich in den kommenden fünf Jahren selbst ein Elektroauto zulegen würde, folgten lediglich Umschreibungen der Probleme, mit denen ein Elektroauto derzeit noch zu kämpfen hat: keine serienreife und bezahlbare Modelle, zu niedrige Akkulaufzeiten. „Wenn das erste deutsche serienreife Fahrzeug auf dem Markt ist, können Sie mich noch mal fragen“, beendete Ramsauer das Nachhaken zum Elektroauto. Aktuell würde also selbst der Bundesverkehrsminister eine Anschaffung eines Elektroautos nicht in Erwägung ziehen.

Schließlich äußerte sich der Ramsauer auch zum Thema der Umweltzonen. In den vergangenen Monaten kamen immer wieder Fragen auf, ob die Umweltzonen tatsächlich den erhofften Nutzen mit sich bringen – können Umweltzonen wirklich den CO2-Ausstoß verringern? Bisher ist die Organisation und Errichtung von Umweltzonen den Städten und Kommunen selbst überlassen. Der Bundesverkehrsminister will jedoch im Laufe der Legislaturperiode die Umweltzonen auf „Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit“ überprüfen lassen. Sollten Fahrverbote in bestimmten Regionen die Feinstaubbelastung tatsächlich nicht reduzieren, „müssen Ausnahmeregelungen bundesweit vereinheitlicht werden“, so Peter Ramsauer.

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Zahl der Verkehrstoten sinkt weiter

Montag, den 22. März 2010

Auch 2009 hat die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland weiter abgenommen. Mit 4160 Verkehrstoten wurde der Tiefstwert von 2008 (4477) noch einmal unterboten. Dennoch rufen Verkehrsverbände zu weiteren Maßnahmen auf, da in Deutschland durchschnittlich täglich elf Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr sterben. Wie die Grafik zeigt, ist die Zahl der Verkehrstoten seit Beginn der Statistik 1950 (11449) - beziehungsweise seit dem Höchstwert aus dem Jahr 1970 (19193) – deutlich gesunken.

Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Ebenfalls ist die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Menschen 2009 um 2,7 Prozent auf insgesamt 397 900 Personen gesunken. Die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle ist 2009 dagegen um 0,5 Prozent auf 2,30 Millionen gestiegen. Auch deshalb fordert der Verkehrsclub Deutschland e.V. in seinem Weblog mehr Engagement von der Bundesregierung in der Sicherheitspolitik des Straßenverkehrs. Zudem stellt der Verkehrsclub die konkrete Forderung an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, eine Null-Promille-Regelung für den gesamten motorisierten Straßenverkehr einzuführen. Die Statistik der Verkehrstoten soll so noch weiter verbessert werden. Der Auto Club Europa schätzt, dass die Zahl der Verkehrstoten 2010 unter den Wert 4000 fallen könnte. Dennoch seien dafür weiterhin „enorme Anstrengungen auf dem Gebiet der Unfallverhütung“ notwendig. Zudem weist der Auto Club Europa darauf hin, dass rund 1000 der Verkehrstoten von 2009 noch leben könnten, wenn sie einen Gurt angelegt hätten.

Ein Video von der Internationalen Automobil Messe 2009 zeigt, wie schwierige Situationen im Straßenverkehr gemeistert und weitere Unfälle vermieden werden können.

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Von A nach B mal anders

Dienstag, den 2. März 2010

Vor dem Hintergrund steigender Spritpreise, Probleme bei der Bahn im Winter, Streik bei der Lufthansa erreichen unsere Redaktion regelmäßig Vorschläge, welche Verkehrs- und Fortbewegungsmittel man noch mit in die Suche integrieren könnte. Beliebteste Vorschläge waren hierbei:

  • zu Fuß gehen
  • Fahrrad fahren
  • Schwimmen
  • Motorrad fahren

Wir haben uns auf die Suche begeben, um zu schauen, wo man entsprechende Daten zu Reisedauer und Reisepreis erhält. Wenn man eine Strecke zu Fuß gehen möchte, bietet Google Maps eine einfache Möglichkeit dazu. Hier am Besipiel der Strecke Aachen – Berlin, welche zu Fuß 5 Tage und 8 h dauern soll. Die frage bleibt, ob dabei Übernachtungen eingerechnet sind, oder man die komplette Zeit durchlaufen muss. Wer seine Strecke mit dem Fahrrad oder Motorrad zurücklegen möchte, wird im Netz nur schwer fündig. Lediglich regionale Angebote wie das des NRW Radtourenplaners bieten eine gute Möglichkeit, sich etwa Verbindungen für das Fahrrad ausgeben zu lassen. Zum Thema Schwimmen, konnte man sich vor einger Zeit ebenfalls von Google Maps eine geeignete aber nicht ganz ernst gemeinte Route ausgeben lassen:


Google Map – Schwimmen sie durch den Atlantik – MyVideo

Unsere Suche nach sinnvollen und weniger sinnvollen Möglichkeiten, eine Strecke von A nach B zurück zu legen, ließ und auf das Audi Efficiency Programm aufmerksam werden. Hier schickt Audi Teams auf große Entfernungen mit Audis in die Spur, die versuchen bei der Tour möglichst effizient und spritsparend unterwegs zu sein. Bei der Recherche sind wir zudem auf ein Konzept gestoßen, dass wie Verkehrsmittelvergleich.de ebenfalls einen Metapreisvergleich anstellt, allerdings für den Fall, wenn man Erlebnisse schenken möchte.  So legt man die Strecke Hamburg – München sicherlich besser mit dem Flugzeug oder mit der Bahn zurück, mehr Spaß macht es aber sicher, mit einem Ferrari selber fahren zu können oder sich einfach mal eine Ballonfahrt als Erlebnisgeschenk zu gönnen.

Weitere sinnvolle oder auch weniger ersnt gemeinte Vorschläge um “von A nach B” zu kommen sind in den Kommentaren willkommen.

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Unzählige Frostschäden auf deutschen Straßen

Donnerstag, den 25. Februar 2010

Auf den deutschen Straßen haben Frostschäden in den vergangenen Tagen immer wieder zu Behinderungen gesorgt. Am Donnerstag musste nun sogar die erste Autobahn gesperrt werden. Die A1 nördlich von Osnabrück wurde aufgrund erheblicher Frostschäden dicht gemacht. Dresden erwägt zudem die Einführung einer Tempobegrenzung im gesamten Stadtverrkehr. Einerseits um die Belastung für die Straßen zu drosseln und andererseits um die Gefahren durch die vorhandenen Frostschäden für die Autofahrer einzuschränken, soll ganz  Dresden nicht schneller als Tempo 30 fahren dürfen.

Das grundlegende Problem ist das Tauwasser, das in die bereits vorhandenen Risse im Teer hineinläuft und durch die frostigen Temperaturen den Asphalt regelrecht aufsprengt. Je mehr Fahrzeuge die Straßen in dieser Phase nutzen, desto mehr werden die Effekte der Frostschäden verstärkt. Ein weiterer belastender Faktor ist der in den vergangenen Jahren häufig nur notdürftig geflickte Asphalt, womit die Kommunen Geld sparen wollten. Hier haben eindringendes Wasser und Frost ein leichtes Spiel. Wie diese Frostschäden auf den deutschen Straßen genau entstehen, erläutert ein Video von JenaTV auf YouTube.

Derzeit geht der TÜV Rheinland davon aus, dass 30 bis 40 Prozent aller deutschen Straßen von Frostschäden betroffen sind. Aufgrund dieser massiven Frostschäden denkt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) derzeit über ein Sonderprogramm nach, um die Kommunen finanziell zu entlasten. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums kündigte allerdings auch an, dass frühestens im April mit einer Erarbeitung eines „Anti-Schlagloch-Programms“ zu rechnen sei. Wie groß und teuer das gesamte Ausmaß der Frostschäden tatsächlich ist, ist bisher noch nicht absehbar. Experten rechnen jedoch damit, dass sich die Reparaturkosten im Vergleich zu den Vorjahren vervierfachen werden. Der ADAC schätzt deshalb die in diesem Winter durch Frostschäden entstehenden Kosten auf über drei Milliarden Euro.

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Das große Chaos des Pilotenstreiks bei Lufthansa blieb bislang aus

Montag, den 22. Februar 2010

Der Pilotenstreik bei Lufthansa läuft seit Montag 0:00 Uhr. Die Pilotengewerkschaft Cockpit kämpft für sichere Arbeitsplätze und rund 6,4 Prozent mehr Lohn. In ganz Deutschland fielen bereits hunderte Flüge aus und sogar Notverbindungen mussten gestrichen werden. Dennoch blieb das befürchtete Chaos bisher jedoch aus, da sich die meisten Fluggäste auf den Pilotenstreik eingestellt haben und auf andere Verkehrsmittel umgestiegen sind. So vermeldet die Deutsche Bahn ein deutlich erhöhtes Beförderungsaufkommen.

Der Hauptgrund für den Pilotenstreik ist die befürchtete Verlagerung von Arbeitsplätzen auf Billigflugtöchter im Ausland. Außerdem fordert die Pilotengewerkschaft Cockpit 6,4 Prozent mehr Gehalt. Da die Pilotenstreiks bis Donnerstag laufen sollen, hat Lufthansa bereits in den vergangenen Tagen einen Notfallfahrplan eingesetzt.

Auf einer Pressekonferenz zum Beginn des Pilotenstreik von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings wurden am 17. Februar 2009 Hintergrundinformationen und die Ergebnisse der Urabstimmung bekannt gegeben.

Lufthansa hat am Montag auf den Pilotenstreik mit einer einstweiligen Verfügung reagiert, da die Fluggesellschaft den Pilotenstreik als „unverhältnismäßig“ bewertet. Noch am Montagabend hat das Arbeitsgericht Frankfurt Lufthansa und die Vereinigungen Cockpit angehört und den Pilotenstreik beendet. Für die kommenden Tage gilt allerdings weiterhin der Notfallfahrplan, da das internationale Flugnetz keine Änderungen innerhalb von wenigen Stunden zulässt. Es kommt also weiterhin zu Einschränkungen und Ausfällen im deutschen Flugverkehr.

Neben den Sonderflugplänen hat die Lufthansa anlässlich des Pilotenstreiks eine Service Hotline eingerichtet. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 8506070 können aktuelle Informationen und Flugdaten abgefragt werden. Bei Annullierung, Überbuchung oder Verspätung ab drei Stunden haben Passagiere allerdings keinen Anspruch auf Entschädigung, da die Pilotenstreiks bei Lufthansa als „außergewöhnlicher Umstand“ eingestuft werden.

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Greenpeace kritisiert das Projekt um Elektroautos “e-mobility”

Montag, den 4. Januar 2010

Elektroautos sind die Zukunft. Unter diesem Motto startete das Projekt „e-mobility“ am 17. Dezember in Berlin. Die beiden Unternehmen RWE und Daimler haben in einer Kooperation die ersten der 100 Elektro-Smarts an e-mobilityinteressierte Kunden übergeben. In den kommenden Jahren will die Bundesregierung dieses Projekt mit weiteren 500 Millionen Euro fördern und damit die Weiterentwicklung voran treiben. Ein kleines Stimmungsbild vom Beginn des Projekts um Elektroautos gibt ein Video auf YouTube.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace verurteilte die Maßnahme der Bundesregierung und das gesamte Projekt „e-mobility“ auf ihrem Weblog als „ausgemachten Blödsinn“. Wolfgang Lohbeck, der Autoexperte von Greenpeace, hält es für ein Täuschungsmanöver, um einen Entwicklungsdurchbruch im Bereich der Elektroautos vorzutäuschen – doch diese Annahme sei grundlegend falsch. Hinzu kommt, dass auch der Stromverbrauch von Elektroautos in der Praxis deutlich höher sei, als von den Herstellern verkündet. Der Strom, der zum Betrieb von Elektroautos erzeugt werden muss, verursache bis zu vier Mal so viel CO2 in der Herstellung, als ein konventioneller Motor. Für Lohbeck sei der von der Bundesregierung und den Unternehmen angestoßene Hype um die Elektroautos deshalb „skandalös“ und das Projekt „e-mobility“ eine „Volksverdummung“.

Der deutsche Wirtschaftsblog Cleanthinking.de veröffentlichte dazu im Dezember eine Studie der Unternehmensberatung Accenture mit dem Titel e-mobility 2009“. Aus dieser geht hervor, dass 28 Millionen deutsche Verbraucher davon ausgehen, sich in den nächsten zehn Jahren Elektroautos zu kaufen. Daraus leitete Accenture wiederum ein deutliches höheres Wachstumspotential für Elektroautos ab, als es die Bundesregierung bisher vorhersah. Doch für Cleanthinking.de ist die Studie zur e-mobility nicht realitätsnah und zu sehr von der öffentlichen Wahrnehmung geprägt. Da die deutsche Gesellschaft derzeit einen zu hohen Entwicklungsstand im Feld der Elektroautos wahrnehme, begründete der Wirtschaftsblog.

Deutlich positiver bewertet dagegen der Versicherungen Blog diese Studie. Denn für ihn wird dadurch das große Markt-Potential für Elektroautos in Deutschland nur noch einmal bestätigt und die Industrie in die Pflicht genommen, die Weiterentwicklungen im Bereich der „e-mobility” noch stärker voranzutreiben.

emobility2Die Firma Siemens hat zudem ein Video über Elektroautos veröffentlicht. Dieses wurde zwar unternehmensnah angefertigt, gibt aber dennoch einen interessanten Einblick in die Grundproblematik sowie die Entwicklungsstränge im weiten Feld der Elektroautos.

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Der Senioren-TÜV und Alternativen

Mittwoch, den 16. Dezember 2009

Ist der Senioren-TÜV eine notwendige Maßnahme oder eher Diskriminierung? Die deutsche Bevölkerung wird immer älter und der demographische Wandel ist nicht mehr aufzuhalten. Viele wollen und können jedoch auch im Alter nicht auf das Auto verzichten. Sowohl in der Politik als auch in den Medien kommt durch das erhöhte Unfallrisiko im Rentenalter immer wieder die Diskussion über einen verpflichtenden Senioren-TÜV auf.

Nach einer Statistik des ADAC verursachen Fahrer über 60 Jahren weniger Unfälle als alle anderen Autofahrer. Obwohl wohl knapp 17 Prozent aller Führerscheine in Deutschland in Besitz von Menschen ab 65 sind, verursacht diese Altersgruppe nur 7,8 Prozent der Unfälle mit Verletzten. Und wenn es doch kracht, passiere das meist beim Ein- oder Ausparken auf Parkplätzen. Die verkehrspolitischen Sprecher der schwarz-gelben Koalition fordern deshalb statt einem Senioren-TÜV eine stärkere Anpassung der Autos an die Bedürfnisse von Senioren.

Um die Bedürfnisse dieser stetig wachsenden Zielgruppe an die Autohersteller überhaupt bestimmen zu können, arbeitet eine Forschungsgruppe der Technischen Universität Braunschweig derzeit an einer Studie mit Autofahrern im Alter zwischen 70 und 90 Jahren. Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass besonders Navigationssysteme, Einstiegshilfen sowie Infrarotkameras, die die Nachtfahrten erleichtern, großen Anklang fanden. Die mitwirkende Psychologin Katja Duntsch stellte außerdem fest, dass die Senioren  sich und ihre speziellen Anforderungen an die Autos nicht ausreichend gewürdigt fühlen. Und sie weiterhin „mit ihrem Fahrzeug mobil bleiben und somit am öffentlichen Leben teilhaben“ wollen. Die Hauptstudie wird bis Mitte 2010 abgeschlossen sein.

Der Technische Überwachungs-Verein bietet übrigens in allen der drei großen deutschen Gesellschaften TÜV Süd, TÜV Nord und TÜV Rheinland spezielle Tests für Senioren an. Das entspricht zwar keinem offiziell anerkannten Senioren-TÜV – schafft jedoch die Möglichkeit vor allem die Reaktionsgeschwindigkeit und die Selbsteinschätzung zu testen. Eine Art freiwilligen Senioren-TÜV gibt es beim TÜV außerdem durch eine Fahrstunde in Begleitung eines Mitarbeiters. Der Vorteil daran: Selbst bei nicht bestehen des Tests, darf man den Führerschein behalten. Zumindest in den kommenden vier Jahren wird es wohl aller Voraussicht nach auch bei derartigen freiwilligen Tests bleiben. Denn sowohl die verkehrspolitischen Sprecher der CDU als auch die der FDP haben sich bereits vor der Bundestagswahl gegen einen Senioren-TÜV ausgesprochen.

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Was die Menschen auf der Straße von einem Senioren-TÜV halten, hat das Nachrichtenportal news.de in einer Videoumfrage zusammengefasst.

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Umweltzonen sind weiter im Vormarsch

Samstag, den 28. November 2009

34 Umweltzonen wurden in Deutschland seit dem 1. Januar 2008 errichtet und weitere sind geplant. Der Ursprung liegt in einer Veröffentlichung der Weltgesundheitsorganisation WHO, die im Straßenverkehr freigesetzten Feinstaub als sehr schädlich einstufte. 1998 hat die Europäische Union daraufhin eine Luftqualitätsrichtlinie beschlossen, nach der die Mitgliedstaaten die Feinstaubbelastungen senken müssen. In der Konsequenz dessen wurde in Deutschland den Kommunen die Möglichkeit eingeräumt, in Ballungsräumen sogenannte Umweltzonen für Pkw`s einzurichten.

Derzeit gibt es in Deutschland 34 Umweltzonen:

01. Januar 2008: Berlin, Hannover, Köln

12. Januar 2008: Dortmund

01. März 2008: Ilsfeld, Leonberg, Ludwigsburg, Mannheim, Reutlingen, Schwäbisch-Gmünd, Stuttgart, Tübingen

01. August 2008: Pfeidelsheim

01. Oktober 2008: Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Mühlheim an der Ruhr, München, Oberhausen, Recklinghausen

01. Januar 2009: Bremen, Heilbronn, Herrenberg, Karlsruhe, Mühlacker, Pforzheim, Ulm

15. Februar 2009: Düsseldorf

01. Juli 2009: Augsburg

01. November: Neu-Ulm

In sieben weiteren Städten sind Umweltzonen für das kommende Jahr geplant: Bonn, Freiburg, Heidelberg, Münster, Pfinztal, Osnabrück, Leipzig. Außerdem gibt es zehn Städte, in denen Umweltzonen fest eingeplant, aber noch ohne festes Einführungsdatum sind: Braunschweig, Darmstadt, Dresden, Gera, Jena, Kassel, Magdeburg, Nürnberg, Regensburg, Großumweltzone-Ruhrgebiet.

Quelle: adac.deEine Plakette kostet 5 bis 19 Euro und ist beim Technischen Überwachungsverein (TÜV) und Dekra sowie bei zahlreichen Werkstätten erhältlich. Bei vielen Anbietern kann die Vignette auch online bestellt werden. Das Bild zeigt die für die Umweltzonen untergliederten Schadstoffgruppen und die damit verbundenen Plakettenunterteilung.

Eine vom ADAC in diesem Jahr veröffentlichte Studie kritisierte allerdings die Einführung der Umweltzonen. So würden die damit erwirkten Fahrverbote nicht zu einer Verbesserung der Luftqualität führen und die Umweltzonen nach Meinung der Experten wirkungslos seien.

Wer die Umweltzonen mit einem Pkw ohne eine Umweltplakette durchfährt, dem droht ein Bußgeld von 40 Euro sowie ein Punkt in Flensburg. Auch wenn das Fahrzeug aufgrund seiner Emissionswerte für die Umweltzonen zugelassen wäre. Weitere und ausführlichere Informationen zum Thema Umweltzonen, Umweltplaketten und Schadstoffgruppen gibt es unter auf dem Portal umweltzone.net.

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Verkehrssicherheits-Report 2009: Deutsche sind die besten Autofahrer

Freitag, den 13. November 2009

Der Verkehrssicherheits-Report 2009 von AXA hat die Deutschen zu den besten Autofahrern Europas gekürt. Im Rahmen der zweiten länderübergreifenden Studie über das Sicherheitsbewusstsein von Autofahrern wurden 8 000 Personen aus zehn europäischen Ländern befragt.

Auch die deutschen Autofahrer selbst (83 Prozent) schätzen sich beim Verkehrssicherheits-Report 2009 als sichere Fahrer ein. Der Schnitt aller Befragten liegt bei 75 Prozent. Riskant ist allerdings die Bewertung von den Gefahren auf Landstraßen. So fühlen sich die Deutschen hier am sichersten, obwohl dort über die Hälfte aller tödlichen Verkehrsunfälle geschehen.

Entgegen aller Vorurteile bringt der Verkehrssicherheits-Report 2009 Frauen als die besseren deutschen Verkehrsteilnehmer hervor. So empfinden 51 Prozent der befragten Befragten Frauen als die kompetenteren Autofahrer. Nur 19 Prozent sind der Meinung, dass das Unfallrisiko auf der Straße durch Männer hinter dem Steuer abnimmt. Bestätigt wird diese weibliche Stärke auch durch die Zahl der Verkehrsdelikte. Laut Verkehrssicherheits-Report 2009 telefonieren rund ein Drittel (31 Prozent) der Männer hin und wieder ohne Freisprechanlage – bei den Frauen liegt dieser Wert bei nur 18 Prozent. Ähnlich liegen die Zahlen bei der Missachtung des Sicherheitsabstands und den Geschwindigkeitsbegrenzungen. Außerdem fahren nur fünf Prozent der Frauen nach zwei oder mehr alkoholischen Getränken mit dem Auto – bei den Männer liegt dieser Wert bei 16 Prozent.

sicherheitsreportDie Fernsehagentur Mhoch4 hat ein Video mit den wichtigsten Ergebnissen aus dem Verkehrssicherheits-Report 2009 veröffentlicht. Darin erklärt Claus Hunold, verantwortlich für den AXA Verkehrssicherheits-Report 2009, dass sie vor allem auf die Sicherheitsrisiken aufmerksam machen wollen.

Auch wenn der Verkehrssicherheits-Report 2009 die deutschen Autofahrer als die sichersten Europas einschätzt – sie gelten dennoch als unbelehrbar. So lässt sich nur jeder vierte von Punkten in Flensburg abschrecken. Außerdem finden nahezu alle Befragten (97 Prozent) Präventionskampagnen zwar prinzipiell gut und notwendig, aber nur ein Fünftel lässt sich selbst dadurch beeinflussen. Im Ländervergleich haben die Deutschen allerdings auch relativ geringe Strafen zu befürchten. Erstaunlich ist jedoch, dass Autofahrer aus Ländern, in denen bereits hohe Strafen für Verkehrsdelikte existieren, im Verkehrssicherheits-Report 2009 häufig weitere Verschärfungen fordern. So will zum Beispiel fast jeder zweite italienische Autofahrer noch höhere Strafen für Handy-Sünder am Steuer, obwohl das Bußgeld mit knapp 600 Euro schon vergleichsweise hoch liegt.

Die italienischen Autofahrer erhielten bei den Befragungen ansonsten allerdings nur wenige positive Werte. So gelten sie laut Verkehrssicherheits-Report 2009 als die schlechtesten Autofahrer Europas. Der Grund liegt wohl vor allem im geringen Sicherheitsbewusstsein: Nur 19 Prozent der Italiener glauben, dass Telefonieren am Steuer gefährlich sei und nur 76 Prozent empfinden das Fahren ohne Sicherheitsgurt als gefährlich.

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