LKW- Maut soll ausgeweitet werden
Montag, den 19. Juli 2010Der Vorschlag des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer wurden vom Verkehrsclub Deutschland e.V. ebenfalls begrüßt, dass die Lkw- Maut auf Bundesstraßen mit vier Spuren ausgeweitet werden soll. So soll im Güterverkehr für mehr Gerechtigkeit hinsichtlich der Kosten gesorgt werden. Vom VCD wird zusätzlich gefordert, dass die Lkw-Maut auf das ganze Straßennetzt ausgedehnt wird.
Der Bundesvorsitzende des VCD Micheal Gehrmann ist der Meinung, dass das Ausdehnen der Lkw-Maut auf Bundesstraßen mit vier Spuren ein nur leichter aber richtiger Fortschritt sei, um die Wettbewerbsbedingungen für die Bahn zu verbessern, da Bahnunternehmen schon eine „Schienen-Maut“ für Züge auf allen Schienen zahlen.
Lkw nutzen die Straßen 60000 mal schneller ab als Pkw und es wird viermal so viel CO2 als bei Schienenfahrzeugen ausgestoßen. Durch den Schienenverkehr entstehen außerdem hohe Kosten aufgrund der Wege. Lärmbelästigung, Unfälle und Umweltschäden führen beim Lkw-Verkehr auch zu externen Kosten. Nur um die Schäden abzudecken, die die Lkw auf den Autobahnen verursachen, müsste ein Mautsatz von 17 Cent pro gefahrenen Kilometer eingeführt werden, im Moment beträgt der Mautsatz 16,3 Cent.
Die VCD-Bahnreferentin Heidi Tischmann ist der Ansicht, dass die Ausweitung der Lkw-Maut zu einer Verlagerung des Verkehrs auf Bundesstraßen oder Landstraßen führe und gleichzeitig zu negativen Auswirkungen für die Sicherheit, die Bewohner und die Umwelt. Es müsse eine schreitweise Erhöhung der Lkw-Maut erfolgen und eine Ausweitung auf alle Straßen, sodass sich der Verkehr mehr auf die Schienen verlagert, was auch umweltfreundlicher ist.







Eine Plakette kostet 5 bis 19 Euro und ist beim Technischen Überwachungsverein (TÜV) und Dekra sowie bei zahlreichen Werkstätten erhältlich. Bei vielen Anbietern kann die Vignette auch online bestellt werden. Das Bild zeigt die für die Umweltzonen untergliederten Schadstoffgruppen und die damit verbundenen Plakettenunterteilung.

