Verbraucherfreundliche Lösung zur Euro-6-Förderung notwendig
Montag, den 13. Dezember 2010Die Euro-6-Förderung ist eine Schadstoffnorm, mit der der Grenzwert von Stickoxid erheblich gesenkt werden soll. Bereits im Jahr 2009 startete die Bundesregierung die Euro-6-Förderung. Gegen diese Vorgehensweise gab es jedoch Einwände seitens der EU. Sie erlaubt eine Euro-6-Förderung erst, wenn die vorhergehende Abgasstufe, also Euro 5, für neue Fahrzeuge bindend geworden ist. Somit darf nach EU-Regelung die Euro-6-Förderung erst ab dem 01. Januar 2011 erfolgen. Umweltbewusste Fahrzeughalter, die sich noch im Jahr 2010 ein Fahrzeug der Abgasstufe Euro 6 kaufen wollen, werden für ihr umweltfreundliches Handeln nicht mit der Euro-6-Förderung, nämlich einer Steuerbefreiung in Höhe von 150 Euro, belohnt.
Der ADAC sieht in der EU-Regelung hinsichtlich der Euro-6-Förderung eine ungerechte Behandlung der Fahrzeughalter und eine Handlung, die sich gegen die Umwelt richtet. Der Wille, eine saubere Abgastechnik in Deutschland zu erreichen, wird durch widersinnige Regelungen gehemmt. Gerade in der Euro-6-Förderung besteht die Möglichkeit, den Kauf schadstoffarmer Fahrzeuge in Deutschland zu begünstigen und somit auch die Anzahl dieser Fahrzeuge auf deutschen Straßen zu erhöhen. Der ADAC fordert die Bundesregierung daher auf, für das Problem mit der Euro-6-Förderung eine Lösung zu finden, die auch den Autokäufern eine Steuerbefreiung gewährt, die sich noch im Jahr 2010 ein Fahrzeug der Abgasstufe Euro 6 kaufen.







Eine Plakette kostet 5 bis 19 Euro und ist beim Technischen Überwachungsverein (TÜV) und Dekra sowie bei zahlreichen Werkstätten erhältlich. Bei vielen Anbietern kann die Vignette auch online bestellt werden. Das Bild zeigt die für die Umweltzonen untergliederten Schadstoffgruppen und die damit verbundenen Plakettenunterteilung.
