Unter großem Interesse der Presse, hat die Münchner Politik, die Klimaorganisationen Green City Energy, der ADAC, sowie die Taxizentrale IsarFunk ihr erstes Elektro-Taxi in Betrieb genommen.
Gerade auch die Politik brachte ihr besonderes Interesse für das derzeit einzigartige Projekt zum Ausdruck, so lobte Münchens dritter Bürgermeister, Namens Hep Monatseder die außergewöhnliche „Pionierarbeit“ der Taxizentrale in München.
Bei Deutschlands erstem elektronisch betriebenem Taxi handelt es sich um einen Mitsubishi iMiEV. Der Kleinwagen von Mitsubishi, bietet Platz für maximal vier Personen, und wird von der Taxizentrale „IsarFunk“ als Leihtaxi zum Einsatz gebracht. Somit haben alle Taxiunternehmen, die an die Taxizentrale angeschlossen sind die Möglichkeit, das Fahrzeug zu Leihen und so probeweise im eigenen Betrieb zu testen und einzusetzen. So ersparen sich die einzelnen Taxiunternehmen zunächst die Kosten und können am Kunden testen, wie gut ein solches Elektro Taxi beim Kunden ankommt.
Da das Fahrzeug eine Innovationsbotschaft haben soll, wird versucht, diese Botschaft auch beim Einsatz im Straßenverkehr besonders gut weiterzugeben. Dies wird visuell versucht, so wurde auf dem Elektro Taxi, ein eigens für das Modell angefertigter Werbe-Dachträger installiert.
Auch bereits die Münchner Genehmigungsbehörde hat im Vorfeld dem Einsatz als Taxi zugestimmt. Jedoch müssen die Fahrer bzw. Betreiber jederzeit garantieren können, dass der Fahrgast im Falle von Strommangel trotzdem transportiert werden kann und es zu keiner Fahrtverweigerung kommt. Dies war der Münchner Genehmigungsbehörde besonders wichtig, da jeder Ausfall auch ein schlechtes Bild auf die Stadt werfen könnte und sich so eventuell negativ auf den Tourismus auswirken könnte.
Vorerst arbeitet das Elektrotaxi jedoch nur jeweils in halben Schichten, denn nur so ist sichergestellt, dass Fahrer und Unternehmen ihre eigenen Erfahrungen in Ruhe sammeln können. Bei den Schichten fährt das Elektro Taxi ganz normal, wie jedes andere Taxi auch, im Tarifgebiet Münchens. Selbstverständlich kostet das elektronisch betriebene Taxi auch genauso viel wie ein konventionelles Taxi. Allerdings gibt es Einschränkungen, wer das Taxi als Gast nutzen kann. Aufgrund der hohen Nachfrage ist eine Vorbestellung unbedingt notwendig.
Einen Nachteil hat das umweltfreundliche und vor allem auch klimafreundliche Taxi jedoch, laut Hubert Schmid, von der Taxizentrale, kann das Elektroauto derzeit nicht wirtschaftlich betrieben werden. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen Versuch, der unbedingt wirtschaftlich sein soll, sondern es ist laut Hubert Schmid unverzichtbar, schon frühzeitig erste Erfahrungen zu sammeln um später besser auf den Einsatz solche Fahrzeuge ausreichend vorbereitet zu sein. Gemeinsam mit dem ADAC und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft, wird derzeit eine Studie geplant, welche alle Fahrdaten zu Reichweite, Batteriekapazität, sowie Ladeverhalten systematisch auswerten soll. So soll IsarFunk prüfen, ob eventuell schon heute der Einsatz von Elektrofahrzeugen im Taxibetrieb sinnvoll ist.