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Archiv des Tags ‘Bahn’

Deutsche Bahn kürzt Personal, wartet ICE`s und erhöht Preise

Donnerstag, den 17. Dezember 2009

Die Deutsche Bahn vermeldet pünktlich zur Preiserhöhung Personalkürzungen und Wartungsarbeiten aller ICE`s. Wie VerkehrsmittelVergleich.de am 9. Oktober 2009 auf dem Blog für Mobilität in Deutschland berichtete („Kundenverbände wehren sich gegen Preiserhöhungen der Deutschen Bahn“) wurden die Fahrpreise mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember im Schnitt um 1,6 Prozent erhöht.  Deutsche Bahn Vorstandsmitglied Ulrich Homburg begründete diese Maßnahme damals mit den gestiegenen Personalkosten. Wie jetzt allerdings bekannt wurde, will der Konzern innerhalb der kommenden fünf Jahre 14 000 Stellen streichen. Noch bis Ende 2010 sind jedoch betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Kunden und Verbraucherverbände zeigen sich verärgert – der Verkehrsclub Deutschland e.V. kritisiert auf seinem Portal die schwache Serviceleistung der Deutschen Bahn. So sei es für die Reisenden nicht nachvollziehbar, wenn die Fahrpreise regelmäßig zum jährlichen Planwechsel steigen, ohne gleichzeitig eine qualitative Verbesserung zu leisten. Und die nun veröffentlichte Meldung über die Kürzung von Personal im fünfstelligen Bereich, heizt die Diskussion über die Preiserhöhung zusätzlich an. Auch das Verbraucherportal Pro Bahn übte Kritik und fürchtet vor allem eine Signalwirkung an die Reisenden. Denn auch wenn die Preiserhöhung vergleichsweise gering ausfällt, glaubt Karl-Peter Neumann von Pro Bahn, dass die Kunden durch diese gehäuften negativen Meldungen immer frustrierter vom Konzern Deutsche Bahn seien und nach Alternativen suchen würden. Eine Möglichkeit unkompliziert im Internet die schnellste und günstigste Verbindung von A nach B zu finden, bietet zum Beispiel das Portal von VerkehrsmittelVergleich.de.

Eine dritte Meldung zur Ankündigung von Wartungsarbeiten beunruhigt nun vor allem Pendler und Fernreisende. Die Deutsche Bahn will ab dem 18. Januar die gesamte Intercity-Express-Flotte für jeweils bis zu zwei Tage in die Werkstätten holen. Hauptgrund ist laut Bahn die Anhäufung von defekten Türen, Toiletten und Klimaanlagen sowie notwendigen Schönheitsreparaturen. Für die Mitarbeiter in den Werkstätten hat der Konzern deshalb bis 12. März eine Urlaubssperre und Sonderschichten verhängt.

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Sparen mit der Bahn: Länder-Tickets

Montag, den 5. Oktober 2009

Mit den Länder-Tickets der Deutschen Bahn können Gruppen und Familien im Nahverkehr kräftig sparen. Ein Länder-Ticket, egal in welchem Bundesland, können Kunden einen Tag lang für die 2. Klasse der Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn (IRE, RE, RB und S-Bahn) so oft und so lange sie wollen nutzen. Oft sind sogar noch die angrenzenden Regionen anderer Bundesländer oder gar europäischer Staaten inklusive.

Ein Vergleich der Preise Länder-Tickets für jeweils fünf Personen und einer eintägigen Nutzung:

>> Mecklenburg-Vorpommern: 26 Euro

>> BrandenburgBerlin: 27 Euro

>> Rheinland-Pfalz: 27 Euro

>> Saarland: 27 Euro

>> Sachsen: 28 Euro

>> Sachsen-Anhalt: 28 Euro

>> Baden-Württemberg: 28 Euro

>> Bayern: 28 Euro

>> Thüringen: 28 Euro

>> Niedersachsen (inkl. Hamburg und Bremen): 28 Euro

>> Hessen: 30 Euro

>> Nordrhein-Westfalen: 30 Euro

>> Schleswig-Holstein: 30 Euro

Auch für Einzelreisende gibt es passende Sparangebote der Deutschen Bahn: das Länder-Ticket Single und das Länder-Ticket Nacht. Gemeinsam ist allen Länder-Tickets allerdings die Gültigkeitsdauer. Sie können von montags bis freitags von 9 bis 3 Uhr des Folgetages (an Feiertagen ganztägig) und samstags oder sonntags von 0 bis 3 Uhr des Folgetages genutzt werden.

Wichtig: Wer ein Länder-Ticket am Schalter der Deutschen Bahn oder in einem Reisebüro mit DB-Agentur kauft, zahlt zwei Euro mehr als am Automaten oder via Internet. Bei einer Bestellung im Internet fallen allerdings 3,50 Euro Versandkostenpauschale an. Um einen illegalen Weiterverkauf der Länder-Tickets zu vermeiden, muss auf den Fahrkarten der vollständige Name des Fahrgasts eingetragen werden, der die weiteste Strecke zurücklegt. Dies gilt in allen teilnehmenden Bundesländern außer in Hessen.

Der Verein PRO BAHN hat auf seinem Internetportal eine Übersicht aller Verkehrsverbünde zusammengetragen, die mit einem Länder-Ticket in den jeweiligen Bundesländern genutzt werden können. Diese ermöglicht einen schnellen Überblick, ob und wo zum Beispiel auch Buslinien befahren werden können.

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Deutschlands Bahnhöfe des Jahres 2009 gekürt

Donnerstag, den 3. September 2009

Deutschlands Bahnhöfe 2009 stehen fest – die Allianz pro Schiene hat die Sieger prämiert: Erfurt und Uelzen. Eine fünfköpfige Jury kürte die kundenfreundlichsten Bahnhöfe Deutschlands. In der Kategorie „Großstadtbahnhof“ fiel die Wahl auf den gerade rundum modernisierten Erfurter Hauptbahnhof. Er sei sofort von den Erfurtern als lebendiger Treffpunkt im Herzen der Stadt angenommen worden, so die Jury. In der Kategorie „Kleinstadtbahnhof“ konnte sich Uelzen durch das von Friedensreich Hundertwasser neu gestaltete Bahnhofsgebäude durchsetzen.

„Wenn ein Bahnhof nicht mehr ein Ort ist, von dem man möglichst schnell weg will, dann ist das ein starkes Indiz für Preiswürdigkeit“, sagte Dirk Flege, der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. Einfach haben sich die Tester die Verleihung aber dennoch nicht gemacht. Anhand einer vorgegebenen Kriterienliste  kürt eine Jury seit 2004 jährlich den besten Großstadt- und Kleinstadtbahnhof Deutschlands. Begleitet von einem Kamerateam, erklärt ein Bahnhofstester in einem Film seine Arbeit.

Die bisherigen „Bahnhöfe Deutschlands“ waren:

  • 2008: Karlsruhe und Schwerin
  • 2007: Berlin Hauptbahnhof und Landsberg am Lech
  • 2006: Hamburg Dammtor und Oberstdorf
  • 2005: Mannheim und Weimar
  • 2004: Hannover und Lübben

Die jahrelangen Modernisierungsarbeiten am Erfurter Bahnhof haben sich gelohnt. Von 2002 bis 2008 machte das Gebäude eine Verwandlung hin zum historisch modernen Stil durch: Eine wilhelminische Fassade, überwölbt von einer meisterlichen Glaskonstruktion, durch die helles Tageslicht in den Bahnhof strahlt. Das Resultat: Bahnhof des Jahres in der Kategorie „Großstadtbahnhof“.

uelzenAuch in der niedersächsischen Heidestadt Uelzen begeisterten vor allem die Renovierungsarbeiten. „Kunst und Kundenfreundlichkeit geht in Uelzen Hand in Hand“, lobte die Jury. Der Wiener Architekt Friedensreich Hundertwasser gestaltete das gesamte Bahnhofsgebäude zu einem einzigen großen Kunstwerk um. So konnte Uelzen sogar beim berüchtigten Testpunkt „Bahnhofstoilette“ punkten: Die mosaikverzierten Kunstklos mit runden Waschbecken sind ebenso schön wie sauber. Ein sechsminütiger Videorundgang bietet einen Einblick in den Bahnhof des Jahres 2009.

ubbAußerdem erhielt die Usedomer Bäderbahn UBB einen Sonderpreis für das ansprechende Gesamtbild aller 11 Bahnhöfe und 17 Haltestellen. Vor allem die Barrierefreiheit, mit der die UBB auf ihre Kunden zugeht, habe die Jury begeistert. Wie die Bäderbahn über die Insel fährt, zeigt ein Video auf YouTube.

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 93 Unternehmen der Bahnbranche. Die 5-köpfige Jury setzte sich aus Verkehrsexperten der Allianz pro Schiene, Pro Bahn, dem Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und dem Autoclub Europa (ACE) zusammen. In unangemeldeten Besuchen wurden die Bahnhöfe in den vergangenen Monaten aus der Sicht der Kunden getestet.

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Mit der Bahn “Quer-durchs-Land”

Donnerstag, den 13. August 2009

Mit dem Quer-durchs-Land-Ticket hat die Deutsche Bahn am 03. August ein neues Sparangebot für den Nahverkehr gestartet. Einzelpersonen oder Reisegruppen mit bis zu fünf Personen können damit einen Tag lang durch ganz Deutschland fahren – für maximal 54 Euro. Mit dem Ticket sind Reisen mit S-Bahn, Regionalbahn (RB), Interregio-Express (IRE) und Regionalexpress (RE), nicht aber der Intercity (IC) oder Intercity-Express (ICE) möglich.

Die wichtigsten Eckdaten des Quer-durchs-Land-Tickets:

Kosten für eine Einzelperson: 34 Euro

Kosten für jeden weiteren von maximal vier Mitfahrern: jeweils 5 Euro (maximal 54 Euro)

Gültigkeit: einen Tag in ganz Deutschland (Montag bis Freitag von 09:00 Uhr morgens bis 03:00 Uhr nachts)

In allen Nahverkehrszügen der DB AG (S-Bahn, RB, IRE, RE) und in den HEX-Zügen in Sachsen-Anhalt in der zweiten Klasse

Unbegrenzt verfügbar bis zum 31. Januar 2010

Wichtig: Diese Preise gelten nur beim Kauf an Automaten. Im Internet fallen zusätzlich 3,50 Euro Versandkosten an und am Schalter kostet das Ticket zwei Euro mehr. Wer es genauer wissen will – Die Stiftung Warentest hat das Quer-durchs-Land-Ticket unter die Lupe genommen und einen Testbericht veröffentlicht.

Eine Gültigkeit von 9:00 Uhr bis 03:00 Uhr am Folgetag; das macht insgesamt 18 Stunden Fahrzeit. In 18 Stunden quer durchs Land – geht das überhaupt? JA! Zwei kleine Beispiele zeigen, dass die Zeit sowohl für eine Fahrt von Norden nach Süden, als auch von Westen nach Osten ausreicht:

München nach Flensburg — Fahrtdauer: 15 Stunden

Aachen nach Dresden — Fahrtdauer: 12 Stunden

Wie weit Reisende an einem Tag kommen und wie lange die Fahrten dauern, lässt sich ganz einfach bei der Internet-Reiseauskunft der Deutschen Bahn oder im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln natürlich auf VerkehrsmittelVergleich.de ermitteln. Der Vorteil des neuen Quer-durchs-Land-Ticket ist, dass Reisende innerhalb des Gültigkeitszeitraums mit beliebig vielen Fahrten kreuz und quer durch Deutschland fahren können. Ohne vorherige Festlegung auf genaue Ziele oder Fahrzeiten.

Übrigens: Wer glaubt, in Nahverkehrszügen zwangsläufig mit langsamen Loks durchs Land bummeln zu müssen, der irrt. In Bayern gibt es zwischen Nürnberg und München die deutschlandweit einzigen Nahverkehrszüge die mit Tempo 200 über die Gleise fahren. In weniger als zwei Stunden kann man so auch mit dem Quer-durchs-Land-Ticket von der Frankenmetropole in Bayerns Landeshauptstadt reisen.

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Tchibo-Tickets für 6 Fahrten

Mittwoch, den 29. April 2009

Ab dem 03.Mai wird es in den Tchibo Filialen Bahntickets geben. Für 160 Euro bekommt man 6 Einzelfahrten mit ähnlichen Bedingungen wie bei den Lidl-Tickets. Der Freitag ist also als Reisetag ausgeschlossen. Eine Fahrt kostet also umgerechnet 26,67 Euro.

Noch ein paar Randinfos:

  • gültig für 6 einfache Fahrten 2. Klasse deutschlandweit
  • Kinder bis 14 Jahre dürfen kostenlos mitfahren
  • Das Ticket ist nicht personengebunden
  • einlösbar im Zeitraum vom 15.06 bis zum 31.08.2009
  • nicht an Freitagen gültig

Laut dasBahnblog gibt’s mit dem Gutscheincode “306040″ weitere 6 Euro Rabatt bis einschließlich morgen. Allerding funktioniert der Link zur Tchibo-Angebotsseite gerade nicht richtig, einfach später nochmal probieren.

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Rabatt für Kurzstrecken beim Dauer-Spezial

Mittwoch, den 29. April 2009

Ab dem 1.Mai gibt die Bahn 10 Euro Rabatt auf Kurzstrecken unter 250 Euro. Statt 29 Euro werden somit nur nochh 19 Euro fällig. Gebucht werden muss allerdings im Internet (am besten über Verkehrsmittelvergleich ;) ) oder am Automaten. Kauf am Schalter oder per Telefon kostet 5 Euro mehr.

Die Aktion läuft bis zum 13.06.09, die gebuchte Reisezeit kann zwischen dem 4. Mai und dem 12. September sein.

Ich hab da mal ein paar schöne Strecken rausgesucht:

Frankfurt – Stuttgart   209 KM

Aachen – Münster  212 KM

Braunschweig – Berlin  239 KM

München – Stuttgart  233 KM

Dortmund – Bremen  240 KM

Wen’s interessiert: Dieter Bohlen wird die Werbefigur für diese Aktion sein und ab Mai im TV zu bewundern sein.

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Happy Hour im Bordbistro

Sonntag, den 22. März 2009

Auch wenn es mit der Bahn nicht umbedingt am günstigsten ist sich Freitags Abends auf den Weg in den Club zu machen, so gibt es doch  Einiges was für diese Anreise spricht! Die übliche Fahrerdiskussion wird vermieden und vor allem kann man den Gefahren vorbeugen, die auch schon durch die 2 Gläser Bier, die der Fahrer oft doch mit trinkt, entstehen. Die Initiative “Don’t Drink and Drive” hat auf Ihrer Seite Informationen rund um das Thema “Alkohol am Steuer”. Den höchsten Unfallanteil macht die Gruppe der 18-24 jährigen aus. 91% der Verursacher in dieser Gruppe sind männlich. Auf der Homepage gibt es zum Beispiel einen Rechner, der das steigende Unfallrisiko bei verschiedenen Promillewerten aufzeigt.

Mit seinem Bahnticket kann man die Kosten die möglicherweise beim Fahren unter Alkoholeinfluß auftreten sicherlich nicht mehr vergleichen. Ganz abgesehen von der Steigerung des Unfallrisikos kostet ein Mißbrauch schon beim Fahren mit 0,5 Promille bis zu 3000 Euro, ohne das ein Unfall verschuldet wurde.

also Finger weg vom Steuer und lieber ins Bordbistro und sich zur Happy Hour ab 20.00 Uhr ein gepflegtes Pils gönnen. Oder man macht es sich zu Hause bei einem Gläschen Champagner vom gut sortierten Spirituosenhändler bottleworld.de gemütlich!

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gratis Bahnfahrt zum Rasierer

Dienstag, den 10. März 2009

Bei Braun gibt es seit Anfang des Monats ein nettes Angebot:

Beim Kauf bestimmter Braun/ Oral-B Produkte aus den Kategorien Mundpflege, Herrenrasierer oder Epilierer ab 99€ gibt’s eine Bahnfahrt gratis dazu!

Gekauft haben muss man bis zum 31.03.09 , gebucht haben bis zum 30.04.09 und gefahren sein muss man schließlich bis zum 31.05.09.

Wenn man ein Produkt gekauft hat muss man nur noch folgendes tun: Man muss eine Teilnahmekarte ausdrucken, den EAN-Code des gekauften Produktes draufkleben und alles an die Bahn schicken. Außerdem muss man 3,50 € Versandgebühr an die Bahn überweisen.

Es handelt sich um eine einzelne Fahrt in der zweiten Klasse. Genau wie auch die Lidl-Tickets ist der Freitag als Reisetag ausgeschlossen. Kinder unter 14 Jahren fahren kostenlos mit und sind vor Fahrtantritt auf dem Blanko-Ticket einzutragen.

Im Endeffekt lohnt sich die Mühe in jedem Fall, vorausgesetzt natürlich man braucht auch eins dieser Geräte.

Gratis Bahn Ticket bei Braun

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Reiseplanungs-Guide, Teil 1: Eine (bald veraltete) Momentaufnahme

Donnerstag, den 8. Mai 2008

Eigentlich sind wir ja genau dazu da, die Suche nach dem passenden Verkehrsmittelmix für Ihren Reiseplan abzukürzen. Nun, ein bisschen Zeit brauchen wir dazu noch – für uns aber noch lange kein Grund, sie bei ihrer Reiseplanung im Regen stehen zu lassen.

Schauen wir uns also einmal im Detail an, wie man heutzutage (noch) am simpelsten eine Reise innerhalb Deutschlands plant.

Was man zuallererst momentan noch benötigt, ist eine ziemliche Menge Geduld. Bahn, Flug und Auto gegeneinander abzugleichen alleine wäre ja vielleicht noch in einer halben Stunde gehalten, aber so einfach ist das ganze ja – glücklicherweise – schon lange nicht mehr. Glücklicherweise, weil die Mitfahrcommunities für Auto und Bahn sehr viel dazu beigetragen haben, trotz sich ständig ändernder Tarife und steigender Spritpreise die Reisekosten – gerade auch für Vielreiser – immer noch im Rahmen zu halten. Für den ersten Teil dieser Artikelserie konzentrieren wir uns nun jedoch erst einmal auf die klassischen 3 Möglichkeiten:

Auto, Zug oder über den Wolken
Jede noch so lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt – bei der Reiseplanung ist das in der Regel die Seite der Deutschen Bahn, denn: Einen besseren ersten Eindruck vom Reisepreis zum Vergleichen mit anderen Verkehrsmitteln findet man immer noch nirgends. Und je nach Art der Reise hat man hier auch am ehesten noch die Chance, mit etwas Glück evtl. direkt wieder mit dem Suchen aufhören zu können. Den heute oft beworbenen 29€-Tickets sei Dank sind für alle innerdeutschen Strecken der Kategorie 2 und höher (ab 500 km, s. Tabelle unten) hier definitiv kaum günstigere Konditionen zu finden, selbst im Vergleich zu den besten Angeboten bei den diversen Billig-Fluglinien.

Aber hier liegt schon der erste Hund begraben – das Ticketkontingent für die 29 € Verbindungen ist leider (verständlicher Weise wie bei jeder Mischkalkulation) reichlich begrenzt, und oft ist eben doch bei einem festen Termin für den gewünschten Zeitpunkt gerade kein billiges Ticket mehr zu haben. Und hier beginnt dann auch schon die Odyssee.

Um die folgenden Überlegungen transparenter und für alle nachvollziehbar zu machen, gehen wir mal davon aus, wir hätten auch einen PKW mit mittlerem Verbrauch zum Selbst-Fahren zur Verfügung – auch wenn für unsere Seite eher unüblich, lassen wir für dieses Beispiel mal den Co2 Ausstoß außen vor.

Betrachten müssen wir im Prinzip nur zwei Faktoren:

Die Streckenlänge und wo man für diese spezielle Reise seine Prioritäten setzt – bei der Geschwindigkeit, Bequemlichkeit oder einfach bei einem möglichst niedrigen Preis.

Faktor Nr. 1 – Kurze, mittlere oder längere Strecke.

Der Einfachheit halber unterteilen wir innerdeutsche Strecken in drei Kategorien:

Kategorie 1: Streckenlänge < 300 km: Pauschal gesagt ist selber Fahren hier eine durchaus sinnvolle Alternative.
Kategorie 2: Streckenlänge < 550 km: Selbst fahren ist häufig nicht wirklich praktisch, besonders wenn man einen Flughafen in der Nähe hat.
Kategorie 3: Streckenlänge < 900 km: Selbst fahren ist ohne Mitfahrer völlig unrentabel, Billigflieger/Bahn sind im Regelfall zu bevorzugen.

Faktor Nr. 2 – Zeit vs. Komfort vs. Kosten

Hier steht die Frage im Vordergrund „Was ist mir eigentlich wichtiger – schnell reisen und zeitnah ankommen, komfortabel von A nach B gelangen ohne dazwischen viel Trubel zu haben, oder schlicht so billig wie möglich unterwegs zu sein?“

Meistens ist es ja doch irgendwie ein Mix aus allen drei. Schauen wir uns die Faktoren mal im Detail an:

Die (Reise-)Zeit
Keine Überraschung – Flugzeuge kommen schneller vorwärts als Züge und Autos, dass weiß jeder. Oft vergessen wird dagegen, dass für eine Reise innerhalb Deutschlands meist ganz andere Faktoren für die Gesamtreisedauer ausschlaggebend sind als die simple Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeit des gewählten Verkehrsmittels. Wichtig ist beispielsweise, gerade bei innerdeutschen Flügen, das ganze „drum herum“: Das Ein- und wieder Auschecken am Flughafen inkl. aller dazugehörigen Kontrollen.

Gut möglich und schon oft dagewesen, dass man bei Strecken der Kategorie 1 und 2 mit der Bahn unterm Strich eine ähnlich geringe oder gar geringere Reisezeit zustande bekommt.

Da kann die reine Flugdauer noch so oft die eine Stunde nicht überschreiten, inkl. der Wege zum, vom und nicht zuletzt im Flughafen ist man mit nichts desto trotz mit 3 Stunden Gesamtreisezeit dabei.

Womit wir je nach Tageszeit bei einer deutlich mit Auto und Bahn erreich- oder sogar schlagbaren Marke angekommen wären.

Dagegen sind bei Strecken der Kategorie drei Autos so gut wie immer die schlechteste Wahl – nicht genug, dass man sowieso schon 6-8 Stunden im Wagen verbringt, nein, auch die Wahrscheinlichkeit, in einen Stau zu geraten, steigt natürlich mit jedem Kilometer Autobahn, den man zu Beginn der Reise vor sich hat, stark an.

Um eine abschließende Aussage zu treffen: Der Faktor Zeit ist für die Kategorie 3 wirklich einfach zu beantworten – hier ist der Flieger einfach konkurrenzlos schnell und effizient. Kategorie 2 wird durch neue ICE-Hochgeschwindigkeits-Trassen zunehmend auch auf der Schiene interessant, bei Strecken von nur knapp über 300 km entscheidet meist die Art des verkehrenden Zuges (ICE oder „Bimmelbahn“)? und der Vergleich der Anfahrtswege zwischen Bahnhof und Flughafen.

Und was machen wir mit Kategorie 1?
Hier kann man eigentlich aufgrund der reinen Geschwindigkeit keine wirklich klare Aussage treffen. Bahnfahren hält sich in Sachen Zeitkonsum mit dem Auto auf nicht übermäßig befahrenen, autobahnlastigen Strecken die Waage, ein Ausweichen auf das Flugzeug ist rein zeittechnisch aufgrund der nötigen Anreise zum Flughafen sowie den Checkin-Modalitäten nur in wenigen Fällen interessant. Hier kommt es dann wirklich auf die Präferenz des Einzelnen an.

… Womit wir auch schon beim Komfort währen
Klare Sache, hier liegt die Bahn, zumindest in den Langstreckenzügen IC und ICE deutlich, vor dem eigenen Auto – solange es denn nur um das „hinkommen“ geht und nicht darum, am Ankunftsort möglichst mobil zu bleiben. Aber Achtung – selbst wenn Mobilität am Zielort gewährleistet werden muss, brauch man die Seite des Billigfliegers nicht direkt zu schließen – bei Strecken der Kategorie 2 und der momentanen Differenz zwischen Ticket- und Treibstoff-Preisen lohnt sich hier unterm Strich meist der genaue Blick auf die Kombination aus Billigflug und Taxi/Mietwagen.

Natürlich ist das Flugzeug, sitzt man denn erstmal drin, für alle flugangstfreien Menschen aufgrund der kurzen Reisezeit oft die komfortabelste Wahl. Selbst der begrenzte Sitzplatz kann einem dass nicht verübeln, wenn man als Vergleichsobjekt einen überfüllten Regionalexpress heran zieht. Diesen Fliegervorsprung macht die Bahn aber mühelos auf dem Feld der Praktikabilität wett, was sich auch in den nächsten Jahrzehnten sicher nicht ändern wird – selbst in dem eher unwahrscheinlichen Fall, dass sich die gängigen Check-In Modalitäten auf ein Bruchteil verkürzen und wir in Zukunft zwei oder dreimal soviele Flughäfen auf der Deutschlandkarte ausmachen können.

Kommen wir zu guter Letzt noch auf die Kosten zu sprechen
Hier dürfte wohl bei allen Reiseinteressierten das größte Basiswissen vorhanden sein – Grund ist die niemals schweigende Werbung, die uns an Bushaltestellen, in Tageszeitungen und beim Fernsehen mit neuesten Angeboten von Bahn und Billigflieger überschwemmt. Wie so oft kommt es hier für den Endkunden weit mehr auf das Kleingedruckt an, als auf die in den Vordergrund gepresste Werbebotschaft.

Handliche Guides aus den letzten Jahren, die sich allerdings hauptsächlich auf den Vergleich Auto – Zug stürzen, finden sich u.a. hier und hier.

Das „1€- Flüge“ beim Buchungsprozess durch Steuern und Gebühren problemlos noch auf 30-50€ anschwellen können, hat sich mittlerweile bei den meisten herumgesprochen. Weniger bekannt hingegen ist, dass auch die Bahn neben den eigentlich angepriesenen 29 € Tickets eine ganze Serie von verbilligten Ticketpreisen in Zehnerschritten bis hinauf zu 69 € Pro Strecke anbietet, je nach Reisedauer und gewünschtem Zugtyp.

Auf manchen Strecken sind im Gegensatz zu Angeboten aus vorherigen Jahren zwar nun auch ICE-Verbindungen verbilligt verfügbar, jedoch dementsprechend begrenzt oder gar nicht in der günstigsten Preisklasse erhältlich. Nur ein genauer Blick auf jede einzelne Verbindung über die Option „Verfügbarkeit prüfen“ gibt hier Aufschluss. Um die billigst-möglichen Tickets zu finden, bleibt einem also nicht viel anderes übrig als jede einzelne in Frage kommende Verbindung am gewünschten Reisetag wie oben beschrieben zu überprüfen, bis man seinen Wunschpreis gefunden hat.

Soweit zu unserer ersten, stark vereinfachten Version eines Basisratgebers zum Thema Reiseplanung. In weiteren Artikeln in dieser Serie werden wir uns mit den Vorteilen und Tücken von Mitfahr-Communitys sowie ausgefalleneren Tipps und Tricks zum Sparen bei Ticketpreisen beschäftigen.

Und nun von unserer Seite viel Spaß und wenig Stress bei der Reiseplanung, herzlichst

Ihr VerkehrsmittelVergleich.de Team.

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Ökologisches Bewusstsein auf dem Vormarsch

Montag, den 21. April 2008

… oder wie man auch bei Massenevents den Co2 Ausstoß senkt

Als 2006 die Vorhänge für die WM in Deutschland aufgingen, hatte das Thema Co2 Ausstoß und dessen Einfluss auf die globale Erwärmung noch bei weitem nicht den Stellenwert in der täglichen Medienlandschaft, den es heute einnimmt.

Das auch bezüglich solcher Großevents eine Wandlung in der Wahrnehmung und im Denken der Menschen stattgefunden hat, sieht man unter anderem an einem gerade veröffentlichten Artikel der Schweizer Planungskommission der Europameisterschaften 2008.

Das Thema des besagten Artikels sind die bisher ergriffenen und noch geplanten Maßnahmen, um den gesamten Ablauf des Events so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Natürlich besitzt das Thema auch eine gewisse Werbewirksamkeit, die hier sicherlich mitgenommen wird, dennoch – den Einsatz sollte man grundsätzlich honorieren – selbst wenn hier und da auch mal das Einführen sowieso benötigter, zusätzlicher öffentlicher Verkehrsmittel als besonders umweltfreundliche Handhabe zur Beförderung der Menschenmassen deklariert wird.

Wer sich den Artikel selber anschauen möchte, findet ihn hier.

Löblich hervorzuheben ist unserer Ansicht nach besonders der Versuch, hauptsächlich oder sogar gänzlich Strom aus regenerativen Quellen zur Deckung des enormen Elektrizitätsbedarfs zu verwenden. Genau solche Aktionen sind es, die auf lange Sicht und in großer Zahl angewendet einen wirklichen Einfluss auf unsere ökologische Zukunft ausüben. Fehlen nur noch die Solarbetriebenen Leinwände und Kühlschränke auf den Public-Viewing-Plätzen. Aber was nicht ist …

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