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Archiv des Tags ‘Mobilität’

Deutschlands Straßen sind weniger stauanfällig

Donnerstag, den 11. August 2011

Stau ist nicht nur ein großes Problem für Berufsstätige, die pünktlich zum nächsten Meeting erscheinen müssen, sondern auch für Familien, die mit dem Auto verreisen. Die Verkehrsunternehmer versuchen deshalb durch verschiedene Mittel Verkehrsstau zu vermeiden. Dabei wird immer mehr auf Vorhersagen gesetzt und dazu die Stauanfälligkeit von Straßen und Städten ermittelt. Zuverlässige Daten liefern nicht nur Verkehrsbeamte, die Autobahnpolizei und zufällige Beobachter, sondern mittlerweile vor allem die Navigationssysteme. Viele Autofahrer lassen sich durch ein Navi den Weg führen und manche wissen gar nicht, dass der Einsatz des Navis auch verschlüsselte Daten an die Zentrale des Herstellers liefert.

Eine Vergleichsstudie mehrerer europäischer Ländern, die auf den Daten der Navis beruht, hat ergeben, welche europäischen Städten am häufigsten von Stau geplagt werden. Wer jetzt an deutsche Städte denkt, liegt nicht ganz richtig. In der Hitliste der stauanfälligsten Städte Europas werden hauptsächlich Citys aus Groß Britannien aufgezählt. Angeführt wird die Liste jedoch von Brüssel, der Hauptstadt Belgiens. Hier fahren internationale Politiker ein und aus, was wohl einer der Gründe für die Stauanfälligkeit der Stadt ist. Mit sehr viel Stau müssen die Autofahrer jedoch auch in Wahrschau oder in der florierende Metropole London rechnen.

 

Auch wenn deutsche Autofahrer gerne über jeden auch noch so kurzen Stau fluchen, können sie sich im Vergleich zu anderen europäischen Städten glücklich schätzen. Deutsche Städte lassen sich erst in den hinteren Rängen der Liste, nach den Top 20, finden. München wird als erste deutsche Stadt auf Platz 25 erwähnt. Weitere deutsche Städte, die noch in der Liste erwähnt werden, sind Hamburg, Bonn, Stuttgart, Essen und Köln.

Die Liste der stauanfälligsten Städte Europas wurde anhand der Daten des Navigationsherstellers TomTom erstellt. TomTom hat nicht nur Modelle entwickelt, die Autofahrer sicher und schnell zum gewählten Ort führen, sondern auch eine besondere Funktion für die Verbesserung des Verkehrs eingebaut. Anhand dieser Funktion können Geschwindigkeitsprofile von Autofahrern, die ein solches Navigationssystem benutzen, erstellt werden. Die anonymisierten Daten zeigen auf, wie schnell oder langsam im Durchschnitt Autofahrer auf allen erhobenen Straßen gefahren sind. Diese Daten werden anschließend auf zentraler Ebene so ausgewertet, dass sie wertvolle Ergebnisse für die Stauvorhersage liefern. Nach den festgelegten Richtlinien ist eine Straße dann als stauanfällig zu kategorisieren, wenn Autofahrer die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit nicht fahren dürfen und dabei gezwungen sind weniger als 30 Prozent davon einzuhalten. Ist zum Beispiel eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h in der Innenstadt zulässig, dann fahren Autofahrer unter Staubedingungen mit weniger als 35 km/h durch die Straßen oder noch langsamer.

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Die neue Mobilität ist nur geliehen

Donnerstag, den 21. Juli 2011

Leihen liegt heute voll im Trend ob beim Stadtrad oder Carsharing, gerade bei der jungen Generation erfreuen sich diese beiden Erfolgsmodelle immer größerer Beliebtheit.

 

Allein der Bereich Radleihsystem möchte noch 2011 einen Rekord von etwa einer Million Fahrten erreichen.

 

So meldet allein das Fahrradleihsystem Stadtrad erneut Rekordzahlen. Bei Stadtrad handelt es sich um ein Tochterunternehmen, welches der Deutschen Bahn AG angehört und mittlerweile 1200 Fahrräder zur Verfügung stellt. Dies geschieht an mehr als 80 Stationen welche sich in der Hansestadt befinden. Etwa 100 000 Kunden haben sich bereits in dem neuen Leihsystem registriert und nutzen auch rege das System. So kann bei dieser Kundenzahl die unglaubliche Zahl von einer 1 Mio. Fahrten für dieses Jahr erwartet werden. Vor 2 Jahren wurde das Hamburger Leihsystem in Betrieb genommen und inzwischen gilt es als Deutschlands erfolgreichstes System.

 

Denn gerade der Öko Trend treibt vor allem junge Menschen immer mehr dazu neue Möglichkeiten um Mobil zu sein zu nutzen. So erklärt sich auch die große Akzeptanz bei den Hanseaten, wo vor allem die jungen Bürger immer mehr auf ein eigenes Autos verzichten.

 

So steigt vor allem diese Generation immer häufiger nach einer Fahrt mit Bus und Bahn, immer häufiger auf ein Fahrrad um. Daher konnten bereits im ersten Halbjahr 2011 die Kundenzahlen um 40 Prozent, auf somit etwa 100 000 Kunden erhöht werden. So erklärt sich auch das Vorhaben bis Ende des Jahres 2011 die bisher 80 Stationen, in Hamburg, auf etwa 120 aufzustocken. Doch nicht nur die Verfügbarkeit der Fahrräder ist aufgrund der vielen Stationen sehr gut, sondern auch die Erreichbarkeit ist damit sehr gut gegeben. Besonders wichtig jedoch auch für die junge Generation ist der Preis und so besticht das Stadtrad System auch mit relativ geringen Kosten. Ein besonderes Plus ist, das die erste halbe Stunde für Kunden kostenlos ist. Erst im Anschluss an diese erste halbe Stunde, wird eine Leihgebühr fällig. Diese Gebühr beträgt zunächst vier Cent pro Minute, erst ab der 61. Minute wird eine Gebühr von acht Cent erhoben. Für eine ganze Stunde Radeln wird somit gerade einmal eine Gebühr von 1,20 Euro erhoben.

 

So verzichtet allein in Hamburg, laut des “Manager-Magazins”, schon die Hälfte aller Hamburger Haushalte auf ein eigenes Auto. Und wer kein eigenes Auto besitzt und dennoch nicht darauf verzichten mag, der kann auf eine immer größer werdende Zahl von Carsharing-Angeboten zurückgreifen. Auch hier versucht die Deutsche Bahn AG eine neue Marke zu etablieren, DB Carsharing besitzt in der Hansestadt derzeit 100 Fahrzeuge. Hierzu gehören auch die immer beliebter werdenden Elektroautos. Der Mietpreis beträgt derzeit 29 Cent pro Minute.

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Koalitionsvertrag kündigt Ausbau der Fernbusse an

Mittwoch, den 18. November 2009

Die Linien der Fernbusse wurden einst beschränkt und eingegrenzt, um den Aufbau des Bahnnetzes zu unterstützen. Einzige Ausnahmen waren bisher: Fernbusse ins ehemals geteilte Berlin und ins Ausland. Im neuen Koalitionsvertrag zwischen Union und FDP kündigt ein Satz nun allerdings ein Umdenken an: „Wir werden Busfernlinienverkehr zulassen.“

Die deutsche Busbranche zeigt sich offen für die neuen Aufgabenfelder. Gunther Mörl, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer, weiß, dass die Bahn für Geschäftsleute schon alleine aus zeitlichen Aspekten unschlagbar bleiben wird. „Mit den Buslinien könnte sich aber vor allem für diejenigen eine Alternativen auftun, die mehr Zeit haben und günstig reisen wollen“, sagte Mörl weiter.

Das Internetportal von autaro.de verkündete in dieser Woche, dass die Fernbusse auch die CO2-Emissionen senken werden und sieht darin eine Chance für den Umweltschutz. So pauschal positiv können Fernbusse unter diesem Aspekt jedoch nicht ausgelegt werden. Der Verkehrswissenschaftler Karl-Hans Hartwig machte dazu eine einfache Rechnung auf: „Ein vollbesetzter Bus ist umweltfreundlicher als eine schwach besetzte Bahn und umgekehrt.“

Auch der bahnfreundliche Verkehrsclub Deutschland (VCD) befürwortet den Ausbau des Netzes der Fernbusse. Für den VCD liegt ein weiterer Vorteil im sozialen Bereich, da durch die Fernbusse auch Menschen mit weniger Geld mobil sein und quer durch Deutschland reisen können. Als „durchaus positiv“ bewertet auch der ADAC die Pläne im Koalitionsvertrag. Der Sprecher Maximilian Maurer denkt dabei an eine Entlastung der Fernstraßen und glaubt, „dass es für die Reisenden nur gut sein kann, wenn die Bahn ihre Monopolstellung zugunsten von mehr Wettbewerb verliert“.

Bei der Frage, ob die Fernbusse eine wirklich ernstzunehmende Konkurrenz für die Deutsche Bahn werden könnten, sind sich Branchenexperten allerdings noch uneinig. Die Bahn selbst äußerte sich noch nicht zu den Plänen der Fernbusse, da sie erst abwarten wolle, „wie die gesetzliche Regelung in der Praxis aussieht“, gab ein Sprecher bekannt. Fest steht allerdings auch, dass die Deutsche Bahn selbst mit über 13000 Fahrzeugen der bundesweit größte Busanbieter ist.

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Sparen mit der Bahn: Länder-Tickets

Montag, den 5. Oktober 2009

Mit den Länder-Tickets der Deutschen Bahn können Gruppen und Familien im Nahverkehr kräftig sparen. Ein Länder-Ticket, egal in welchem Bundesland, können Kunden einen Tag lang für die 2. Klasse der Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn (IRE, RE, RB und S-Bahn) so oft und so lange sie wollen nutzen. Oft sind sogar noch die angrenzenden Regionen anderer Bundesländer oder gar europäischer Staaten inklusive.

Ein Vergleich der Preise Länder-Tickets für jeweils fünf Personen und einer eintägigen Nutzung:

>> Mecklenburg-Vorpommern: 26 Euro

>> BrandenburgBerlin: 27 Euro

>> Rheinland-Pfalz: 27 Euro

>> Saarland: 27 Euro

>> Sachsen: 28 Euro

>> Sachsen-Anhalt: 28 Euro

>> Baden-Württemberg: 28 Euro

>> Bayern: 28 Euro

>> Thüringen: 28 Euro

>> Niedersachsen (inkl. Hamburg und Bremen): 28 Euro

>> Hessen: 30 Euro

>> Nordrhein-Westfalen: 30 Euro

>> Schleswig-Holstein: 30 Euro

Auch für Einzelreisende gibt es passende Sparangebote der Deutschen Bahn: das Länder-Ticket Single und das Länder-Ticket Nacht. Gemeinsam ist allen Länder-Tickets allerdings die Gültigkeitsdauer. Sie können von montags bis freitags von 9 bis 3 Uhr des Folgetages (an Feiertagen ganztägig) und samstags oder sonntags von 0 bis 3 Uhr des Folgetages genutzt werden.

Wichtig: Wer ein Länder-Ticket am Schalter der Deutschen Bahn oder in einem Reisebüro mit DB-Agentur kauft, zahlt zwei Euro mehr als am Automaten oder via Internet. Bei einer Bestellung im Internet fallen allerdings 3,50 Euro Versandkostenpauschale an. Um einen illegalen Weiterverkauf der Länder-Tickets zu vermeiden, muss auf den Fahrkarten der vollständige Name des Fahrgasts eingetragen werden, der die weiteste Strecke zurücklegt. Dies gilt in allen teilnehmenden Bundesländern außer in Hessen.

Der Verein PRO BAHN hat auf seinem Internetportal eine Übersicht aller Verkehrsverbünde zusammengetragen, die mit einem Länder-Ticket in den jeweiligen Bundesländern genutzt werden können. Diese ermöglicht einen schnellen Überblick, ob und wo zum Beispiel auch Buslinien befahren werden können.

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Der Bundestagswahl-Verkehrs-Check

Freitag, den 25. September 2009

Nur noch wenige Stunden bis zur Bundestagswahl. Die Parteien buhlen um die letzten Stimmen und hoffen auf eine rege Wahlbeteiligung. VerkehrsmittelVergleich.de testet die Parteiprogramme der fünf großen deutschen Parteien im Bundestagswahl-Verkehrs-Check. In allen Wahlprogrammen sind Aussagen zum Thema Verkehr vorhanden. Allerdings werden Bereiche wie Elektromobilität, Tempolimit, Entfernungspauschale und Bahnprivatisierung teilweise sehr unterschiedlich ausgeführt.

Der Bundestagswahl-Verkehrs-Check:

vmv_praxis_check

Das Portal von verkehrsrundschau.de hat kurz vor der Bundestagswahl die fünf verkehrspolitischen Sprecher der großen Parteien in Deutschland interviewt. Die Verkehrspolitiker von CDU/CSU, SPD, FDP, Grünen und Linken sprechen dabei über ihre Konzepte für die kommenden vier Jahre.

Alle Fraktionen haben also zumindest Zukunftspläne für den Verkehrssektor – dennoch kritisiert der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) auf seinem Blog, dass keine Partei die nachhaltige Mobilität im Wahlkampf ernsthaft angegangen sei. Konkret wirft der Bundesverband der Großen Koalition vor, dass sie zwar mit der Abwrackprämie und der Förderung von Elektroautos auf Stimmenfang gegangen sei. Aber greifbare Maßnahmen, zum Beispiel den CO2-Ausstoß in Deutschland zu verringern, habe es in den letzten Wochen und Monaten nicht gegeben.

wahl-auto-matWer sich ausführlicher mit den verkehrspolitischen Themen der deutschen Parteien befassen will, dem sei der „Wahl-Auto-Mat“ von motor-talk.de empfohlen. Diese Wahlhilfe stellt 19 Aussagen zum Thema Verkehr vor, die mit Zustimmung, Ablehnung oder einer neutralen Einstellung bewertet werden müssen. Schließlich erhält man eine Übersicht, welche Partei die individuelle Meinung des Nutzers am ehesten vertritt.

Für ein gesamtpolitisches Bild gibt es den mittlerweile schon bewehrten „Wahl-O-Mat“ der Bundeszentrale für politische Bildung. Auch hier müssen 38 Aussagen zu sämtlichen Themen der deutschen Politik bewertet werden. Am Ende erhält man eine Auswahl von 24 Parteien und eine ausführliche Übersicht der individuellen Überschneidungen.

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Der Oktoberfest-Anreise-Check

Montag, den 7. September 2009

Vom 19. September bis 04. Oktober steht München wieder Kopf:  Aus der ganzen Welt reisen zum Oktoberfest jedes Jahr über sechs Millionen Besucher an – die rund 70 000 Liter Bier und 520 Brathendl verzehren. Der Oktoberfest-Anreise-Check zeigt, wie man am schnellsten und einfachsten zur Münchner „Theresienwiese“ kommt. Zwei Drittel aller Besucher nutzen in der Regel den stressfreiesten Weg zum Oktoberfest: die Öffentlichen Verkehrsmittel. Der Münchner Verkehrsverbund rechnet mit 500 000 zusätzlichen Fahrgästen – täglich.

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Ein Übersichtsplan aller S- und U-Bahnlinien in München steht hier im Download bereit: Verkehrsnetz München.

Zwar wird die Taktfrequenz zur Wiesnzeit erhöht, zu den Stoßzeiten werden die naheliegenden S- und U-Bahnen dennoch überfüllt sein. Deshalb ein Tipp: Die Station „Theresienwiese“ liegt zwar nahe am Gelände des Oktoberfestes, desto größer ist dort allerdings auch der Andrang. Ein kleiner Überblick aller Öffentlichen Verkehrsmittel zeigt die Alternativen.

U-Bahn:

U3 oder U6 bis Goetheplatz und Poccistraße

U4 oder U5 bis Theresienwiese oder Schwanthalerhöhe

S-Bahn:

S1 bis S8 zur Hackerbrücke

S7, S20 und S27 bis Heimeranplatz, weiter mit U4 oder U5 bis Theresienwiese oder Schwanthalerhöhe

Tram:

Linie 18 oder 19 bis Haltestelle Holzapfelstraße bzw. Hermann-Lingg-Straße

Bus:

MetroBus-Linie 52 bis Haltestelle Schwanthalerhöhe

MetroBus-Linie 58 bis Haltestelle Georg-Hirth-Platz oder Goetheplatz

StadtBus-Linie 131 oder 132 bis Haltestelle Hans-Fischer-Straße oder Poccistraße

Stadt-Bus-Linie 134 bis Haltestelle Theresienhöhe oder Alter Messeplatz

Informationen zu sämtlichen Tarifsparangeboten des Münchner Verkehrsverbunds gibt es auf der offiziellen Seite des Oktoberfestes.

Wer dennoch mit dem Auto anreisen will oder muss: Am Oktoberfest selbst gibt es keinen Besucherparkplatz. Es befinden sich aber zahlreiche Park & Ride-Plätze in und um München. Garching-Süd (U6), Fröttmaning (U6, Parkhaus mit 1200 PKW- und 80 Busstellplätzen), Kieferngarten (U6, Parkhaus), Studentenstadt (U6), Klinikum Großhadern (U6), Neuperlach-Süd (U5), Michaelibad (U5), Innsbrucker Ring (U5, U2, Parkhaus), Fürstenried West (U3, Parkhaus), Candid- und Mangfallplatz (U1).

Für deutschlandweite Anreisen hat der Verein Mobil in Deutschland hat den Oktoberfest Routencheck 2009 veröffentlicht, in dem Auto-, Flieger- oder Bahnrouten nach München finanziell miteinander verglichen werden. Dort wurden Fahrten und Flüge von Hamburg, Berlin, Köln, Hannover, Leipzig oder Frankfurt nach München für Singles und Paare getestet. Eine einfache Möglichkeit, die Anreise aus ganz Deutschland mit verschiedenen Verkehrsmitteln zu  vergleichen, bietet das Angebot von VerkehrsmittelVergleich.de.

Informationen über das Oktoberfest allgemein finden Sie unter www.oktoberfest.de.

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Fahrerlose U-Bahn in Nürnberg auf Erfolgsspur

Dienstag, den 1. September 2009
ubahn

Quelle: Welzel Konrad

Die erste deutsche vollautomatische U-Bahn blickt auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurück und macht den Weg frei für weitere „Geisterbahnen“. Ab Herbst soll das zweite Automatik-System die Linie der U2 durch fahrerlose Wagen ersetzen. Die zuständige Verkehr-Aktiengesellschaft (VAG) hat das gesamte System im August noch einmal auf Herz und Nieren überprüft. In den Nachtstunden waren die automatischen Züge zu Testfahrten unterwegs. Zwischen dem regulären Verkehr zwar, aber noch ohne Fahrgäste – eine echte „Geisterbahn“ eben.

fahrerlose_ubahn_einfahrt

 

Wie beängstigend anders und gespenstisch die fahrerlose U-Bahn für Neulinge tatsächlich wirken mag, zeigt ein Video der Linie U3 auf YouTube.

 

Dennoch hat sich die Umstellung bewährt und auch die Nürnberger haben sich mit der Automatikbahn angefreundet:

  • Julia, 18, Schülerin: „Die Geisterbahn ist doch richtig cool. Ich bin stolz, dass wir so etwas in Nürnberg haben. Da macht U-Bahnfahren wieder Spaß. Manchmal fahr ich sogar extra Umwege, nur damit ich mit der U3 fahren kann.“
  • Helmut, 42, Hausmeister: „Anfangs war es zwar sehr ungewohnt, mittlerweile gehört es aber zum Alltag dazu. Für uns ist es nichts Ungewöhnliches mehr.“
  • Stephanie, 34, Hausfrau: „Für mich ist das überhaupt kein Problem. Im Gegenteil: Meine beiden Kinder finden es toll, wenn sie direkt vorne an der Scheibe stehen können. Da sitzt ja sonst immer ein Fahrer mit seiner Kabine im Weg.“

Zur Einweihung der fahrerlosen U-Bahn-Linie im vergangenen Jahr hat die fränkische „Frankenbänd“ eigens ein Lied geschrieben: „Kumm steig ei, mir fohrn mit der U3 … des wird a Spaß“, singen sie voller Begeisterung – zu sehen und hören: HIER.

Für die Linie U2 fehlt jetzt nur noch das grüne Licht der Technischen Aufsichtsbehörde und der Gutachter. Ab Herbst soll schließlich der Fahrgastbetrieb starten und den Nürnberger Südwesten mit dem im Norden gelegenen Flughafen fahrerlos verbinden. Während der mehrwöchigen Übergangsphase wird  es einen Mischbetrieb zwischen fahrerlosen und normalen Zügen geben. Das ist weltweit einmalig – allerdings auf dieser vielbefahrenen Strecke anders auch nicht zu realisieren.

Auch in anderen europäischen Städten wie Paris, Turin, Lyon oder Lille gibt es bereits fahrerlose U-Bahnen, allerdings auf vom übrigen Netz abgetrennten Trassen. Nach dem erfolgreichen ersten Jahr ist jetzt auch klar, was mit den nun arbeitslosen Fahrern passiert: Sie sollen laut VAG im Service- und Überwachungsbereich eingesetzt werden.

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Studie zur Mobilität in Deutschland

Samstag, den 22. August 2009
Quelle: MiD2008

Quelle: MiD2008

In der vergangenen Woche wurde die Studie zur Mobilität in Deutschland veröffentlicht. Ergebnis: Fahrrad und Bahn werden bei den Deutschen immer beliebter. Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums wurde das Verkehrsverhalten in Deutschland zwischen den Jahren 2002 und 2008 untersucht.

Die Mobilität in Deutschland ist auf einem hohen Niveau und das Verkehrsaufkommen steigt weiter an. Jeden Tag fahren oder gehen die Deutschen über 3,21 Milliarden Kilometer (2002: 3,04 Milliarden Kilometer). Das macht knapp 40 Kilometer; jeden Tag. Erstaunlich ist dabei, dass die meisten Wege nicht in der Mobilität für den Job, sondern in der Freizeit und zum Einkaufen zurückgelegt werden.

Insgesamt täglich 3,21 Milliarden Kilometer. Damit legen die Deutschen jeden Tag mehr als 21 Mal die Strecke zur Sonne zurück – oder umrunden 80 100 Mal die Erde.

Auch wenn das Auto und das Motorrad in Sachen Mobilität weiterhin den größten Anteil ausmachen, werden öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad immer häufiger benutzt. Wurden 2002 noch 9 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad absolviert, waren es 2008 schon 10 Prozent. Das sind täglich fünf Millionen Kilometer mehr per Rad. Die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind sogar um täglich 71 Millionen Kilometer gestiegen. Da diese Wege Strecken nicht mehr mit dem privaten PKW absolviert wurden, konnten hierdurch bereits knapp 10 000 Tonnen CO2 pro Tag eingespart werden.

Bemerkenswert ist auch, dass bei den 18- bis 24-Jährigen die Zahl der täglichen Autonutzer seit 2002 um 12 Prozent gesunken ist. Dafür ist die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in dieser Altersgruppe um 5 Prozent gestiegen. „Der Fetisch Auto steht bei den Jüngeren nicht mehr im Vordergrund“, sagte Robert Follmer vom infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH bei der Vorstellung der Studie.

Die Studie Mobilität in Deutschland 2008 wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Auftrag gegeben. 45 000 Haushalte wurden im vergangenen Jahr auf freiwilliger Basis überwiegend telefonisch zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten befragt. Mit der Erhebung, Ausführung und Auswertung war das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH zusammen mit dem Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. beauftragt.

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