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Archiv des Tags ‘Reiseplanung’

Geschenktipp “Wildes Deutschland”

Mittwoch, den 16. Februar 2011

„Wildes Deutschland“, so heißt ein außergewöhnlicher Bildband, der mit wunderbaren Aufnahmen die Schönheit der deutschen Naturparks dokumentiert.

Schroffe Felswände, in Nebelschwaden gehüllte Täler, eindrucksvolle Wasserfälle und türkisblaues Meer sind auf so einzigartige Weise fotografiert, daß man meint, man habe kanadische Naturszenen, amerikanische Nationalparks oder die Karibik vor sich. Dennoch handelt es sich um „Wildes Deutschland“ mit Landschaften wie dem Elbsandsteingebirge, dem Schwarzwald oder der Mecklenburg-Vorpommerschen Boddenlandschaft.

Mit dem Ziel, „Wildes Deutschland“ mit seiner Kamera einzufangen, reiste der Fotograf Norbert Rosing über 210.000 Kilometer kreuz und quer durch Deutschland. Alle Aufnahmen für „Wildes Deutschland“ entstanden in seit dem Jahr 2005 besonders geschützten deutschen Naturparks.

„Wildes Deutschland“ trifft den Nerv der Zeit. Aufgrund von Wirtschaftskrise und knappen Haushaltskassen, liegt Deutschland als Urlaubsland aktuell voll im Trend. Zudem ist die Sehnsucht der Menschen nach Entschleunigung, Einsamkeit und Stille in freier Natur groß.

„Wildes Deutschland“ nimmt den Betrachter mit zum Wattenmeer, zur Müritz, in die Rhön und in die Eifel, zum Bayerischen Wald und in das Berchtesgadener Land und zeigt, daß man nicht in die Ferne reisen muß, sondern die Wunder der Natur auch in Deutschland entdecken kann.

Michael Succow ließ es sich als renommierter Agrarwissenschaftler nicht nehmen, das Vorwort zu schreiben. Darüber hinaus werden die Fotografien mit Texten ergänzt, die von einheimischen Journalisten verfaßt wurden.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, daß Rosing seine Motive mit einer Analogkamera einfing und auf die moderne Bildbearbeitung verzichtete. Es verwundert daher nicht, daß inzwischen die 5. Auflage des Bildbands „Wildes Deutschland“ erscheint.

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Reiseplanungs-Guide, Teil 1: Eine (bald veraltete) Momentaufnahme

Donnerstag, den 8. Mai 2008

Eigentlich sind wir ja genau dazu da, die Suche nach dem passenden Verkehrsmittelmix für Ihren Reiseplan abzukürzen. Nun, ein bisschen Zeit brauchen wir dazu noch – für uns aber noch lange kein Grund, sie bei ihrer Reiseplanung im Regen stehen zu lassen.

Schauen wir uns also einmal im Detail an, wie man heutzutage (noch) am simpelsten eine Reise innerhalb Deutschlands plant.

Was man zuallererst momentan noch benötigt, ist eine ziemliche Menge Geduld. Bahn, Flug und Auto gegeneinander abzugleichen alleine wäre ja vielleicht noch in einer halben Stunde gehalten, aber so einfach ist das ganze ja – glücklicherweise – schon lange nicht mehr. Glücklicherweise, weil die Mitfahrcommunities für Auto und Bahn sehr viel dazu beigetragen haben, trotz sich ständig ändernder Tarife und steigender Spritpreise die Reisekosten – gerade auch für Vielreiser – immer noch im Rahmen zu halten. Für den ersten Teil dieser Artikelserie konzentrieren wir uns nun jedoch erst einmal auf die klassischen 3 Möglichkeiten:

Auto, Zug oder über den Wolken
Jede noch so lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt – bei der Reiseplanung ist das in der Regel die Seite der Deutschen Bahn, denn: Einen besseren ersten Eindruck vom Reisepreis zum Vergleichen mit anderen Verkehrsmitteln findet man immer noch nirgends. Und je nach Art der Reise hat man hier auch am ehesten noch die Chance, mit etwas Glück evtl. direkt wieder mit dem Suchen aufhören zu können. Den heute oft beworbenen 29€-Tickets sei Dank sind für alle innerdeutschen Strecken der Kategorie 2 und höher (ab 500 km, s. Tabelle unten) hier definitiv kaum günstigere Konditionen zu finden, selbst im Vergleich zu den besten Angeboten bei den diversen Billig-Fluglinien.

Aber hier liegt schon der erste Hund begraben – das Ticketkontingent für die 29 € Verbindungen ist leider (verständlicher Weise wie bei jeder Mischkalkulation) reichlich begrenzt, und oft ist eben doch bei einem festen Termin für den gewünschten Zeitpunkt gerade kein billiges Ticket mehr zu haben. Und hier beginnt dann auch schon die Odyssee.

Um die folgenden Überlegungen transparenter und für alle nachvollziehbar zu machen, gehen wir mal davon aus, wir hätten auch einen PKW mit mittlerem Verbrauch zum Selbst-Fahren zur Verfügung – auch wenn für unsere Seite eher unüblich, lassen wir für dieses Beispiel mal den Co2 Ausstoß außen vor.

Betrachten müssen wir im Prinzip nur zwei Faktoren:

Die Streckenlänge und wo man für diese spezielle Reise seine Prioritäten setzt – bei der Geschwindigkeit, Bequemlichkeit oder einfach bei einem möglichst niedrigen Preis.

Faktor Nr. 1 – Kurze, mittlere oder längere Strecke.

Der Einfachheit halber unterteilen wir innerdeutsche Strecken in drei Kategorien:

Kategorie 1: Streckenlänge < 300 km: Pauschal gesagt ist selber Fahren hier eine durchaus sinnvolle Alternative.
Kategorie 2: Streckenlänge < 550 km: Selbst fahren ist häufig nicht wirklich praktisch, besonders wenn man einen Flughafen in der Nähe hat.
Kategorie 3: Streckenlänge < 900 km: Selbst fahren ist ohne Mitfahrer völlig unrentabel, Billigflieger/Bahn sind im Regelfall zu bevorzugen.

Faktor Nr. 2 – Zeit vs. Komfort vs. Kosten

Hier steht die Frage im Vordergrund „Was ist mir eigentlich wichtiger – schnell reisen und zeitnah ankommen, komfortabel von A nach B gelangen ohne dazwischen viel Trubel zu haben, oder schlicht so billig wie möglich unterwegs zu sein?“

Meistens ist es ja doch irgendwie ein Mix aus allen drei. Schauen wir uns die Faktoren mal im Detail an:

Die (Reise-)Zeit
Keine Überraschung – Flugzeuge kommen schneller vorwärts als Züge und Autos, dass weiß jeder. Oft vergessen wird dagegen, dass für eine Reise innerhalb Deutschlands meist ganz andere Faktoren für die Gesamtreisedauer ausschlaggebend sind als die simple Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeit des gewählten Verkehrsmittels. Wichtig ist beispielsweise, gerade bei innerdeutschen Flügen, das ganze „drum herum“: Das Ein- und wieder Auschecken am Flughafen inkl. aller dazugehörigen Kontrollen.

Gut möglich und schon oft dagewesen, dass man bei Strecken der Kategorie 1 und 2 mit der Bahn unterm Strich eine ähnlich geringe oder gar geringere Reisezeit zustande bekommt.

Da kann die reine Flugdauer noch so oft die eine Stunde nicht überschreiten, inkl. der Wege zum, vom und nicht zuletzt im Flughafen ist man mit nichts desto trotz mit 3 Stunden Gesamtreisezeit dabei.

Womit wir je nach Tageszeit bei einer deutlich mit Auto und Bahn erreich- oder sogar schlagbaren Marke angekommen wären.

Dagegen sind bei Strecken der Kategorie drei Autos so gut wie immer die schlechteste Wahl – nicht genug, dass man sowieso schon 6-8 Stunden im Wagen verbringt, nein, auch die Wahrscheinlichkeit, in einen Stau zu geraten, steigt natürlich mit jedem Kilometer Autobahn, den man zu Beginn der Reise vor sich hat, stark an.

Um eine abschließende Aussage zu treffen: Der Faktor Zeit ist für die Kategorie 3 wirklich einfach zu beantworten – hier ist der Flieger einfach konkurrenzlos schnell und effizient. Kategorie 2 wird durch neue ICE-Hochgeschwindigkeits-Trassen zunehmend auch auf der Schiene interessant, bei Strecken von nur knapp über 300 km entscheidet meist die Art des verkehrenden Zuges (ICE oder „Bimmelbahn“)? und der Vergleich der Anfahrtswege zwischen Bahnhof und Flughafen.

Und was machen wir mit Kategorie 1?
Hier kann man eigentlich aufgrund der reinen Geschwindigkeit keine wirklich klare Aussage treffen. Bahnfahren hält sich in Sachen Zeitkonsum mit dem Auto auf nicht übermäßig befahrenen, autobahnlastigen Strecken die Waage, ein Ausweichen auf das Flugzeug ist rein zeittechnisch aufgrund der nötigen Anreise zum Flughafen sowie den Checkin-Modalitäten nur in wenigen Fällen interessant. Hier kommt es dann wirklich auf die Präferenz des Einzelnen an.

… Womit wir auch schon beim Komfort währen
Klare Sache, hier liegt die Bahn, zumindest in den Langstreckenzügen IC und ICE deutlich, vor dem eigenen Auto – solange es denn nur um das „hinkommen“ geht und nicht darum, am Ankunftsort möglichst mobil zu bleiben. Aber Achtung – selbst wenn Mobilität am Zielort gewährleistet werden muss, brauch man die Seite des Billigfliegers nicht direkt zu schließen – bei Strecken der Kategorie 2 und der momentanen Differenz zwischen Ticket- und Treibstoff-Preisen lohnt sich hier unterm Strich meist der genaue Blick auf die Kombination aus Billigflug und Taxi/Mietwagen.

Natürlich ist das Flugzeug, sitzt man denn erstmal drin, für alle flugangstfreien Menschen aufgrund der kurzen Reisezeit oft die komfortabelste Wahl. Selbst der begrenzte Sitzplatz kann einem dass nicht verübeln, wenn man als Vergleichsobjekt einen überfüllten Regionalexpress heran zieht. Diesen Fliegervorsprung macht die Bahn aber mühelos auf dem Feld der Praktikabilität wett, was sich auch in den nächsten Jahrzehnten sicher nicht ändern wird – selbst in dem eher unwahrscheinlichen Fall, dass sich die gängigen Check-In Modalitäten auf ein Bruchteil verkürzen und wir in Zukunft zwei oder dreimal soviele Flughäfen auf der Deutschlandkarte ausmachen können.

Kommen wir zu guter Letzt noch auf die Kosten zu sprechen
Hier dürfte wohl bei allen Reiseinteressierten das größte Basiswissen vorhanden sein – Grund ist die niemals schweigende Werbung, die uns an Bushaltestellen, in Tageszeitungen und beim Fernsehen mit neuesten Angeboten von Bahn und Billigflieger überschwemmt. Wie so oft kommt es hier für den Endkunden weit mehr auf das Kleingedruckt an, als auf die in den Vordergrund gepresste Werbebotschaft.

Handliche Guides aus den letzten Jahren, die sich allerdings hauptsächlich auf den Vergleich Auto – Zug stürzen, finden sich u.a. hier und hier.

Das „1€- Flüge“ beim Buchungsprozess durch Steuern und Gebühren problemlos noch auf 30-50€ anschwellen können, hat sich mittlerweile bei den meisten herumgesprochen. Weniger bekannt hingegen ist, dass auch die Bahn neben den eigentlich angepriesenen 29 € Tickets eine ganze Serie von verbilligten Ticketpreisen in Zehnerschritten bis hinauf zu 69 € Pro Strecke anbietet, je nach Reisedauer und gewünschtem Zugtyp.

Auf manchen Strecken sind im Gegensatz zu Angeboten aus vorherigen Jahren zwar nun auch ICE-Verbindungen verbilligt verfügbar, jedoch dementsprechend begrenzt oder gar nicht in der günstigsten Preisklasse erhältlich. Nur ein genauer Blick auf jede einzelne Verbindung über die Option „Verfügbarkeit prüfen“ gibt hier Aufschluss. Um die billigst-möglichen Tickets zu finden, bleibt einem also nicht viel anderes übrig als jede einzelne in Frage kommende Verbindung am gewünschten Reisetag wie oben beschrieben zu überprüfen, bis man seinen Wunschpreis gefunden hat.

Soweit zu unserer ersten, stark vereinfachten Version eines Basisratgebers zum Thema Reiseplanung. In weiteren Artikeln in dieser Serie werden wir uns mit den Vorteilen und Tücken von Mitfahr-Communitys sowie ausgefalleneren Tipps und Tricks zum Sparen bei Ticketpreisen beschäftigen.

Und nun von unserer Seite viel Spaß und wenig Stress bei der Reiseplanung, herzlichst

Ihr VerkehrsmittelVergleich.de Team.

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